Supercomputer Perlmutter: Tausende AMD-Prozessoren und Nvidia-Ampere-GPUs

Die erste Phase mit über 1500 Zen-3-Prozessoren von AMD und über 6000 Ampere-Beschleunigerkarten von Nvidia geht dieses Jahr ans Netz.

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(Bild: c't)

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Das US-amerikanische National Energy Research Scientific Computing Center (NERSC) hat die Spezifikationen für seinen nächsten Supercomputer NERSC-9 alias Perlmutter finalisiert. Zum Einsatz kommen Epyc-Prozessoren von AMD mit Zen-3-Architektur und Next-Gen-Beschleunigerkarten von Nvidia – sprich: Tesla-Modelle mit Ampere-GPUs.

Der Aufbau erfolgt laut NERSCs Mitteilung in zwei Phasen. Die erste soll die verantwortliche HPE-Tochter Cray bis zum Jahresende abschließen: Sie beinhaltet laut beteiligten Mitarbeitern über 1500 Zen-3-Prozessoren mit jeweils vier Ampere-Beschleunigerkarten pro Node. Voraussichtlich Mitte 2021 kommen über 3000 CPU-Nodes mit jeweils zwei Zen-3-Prozessoren und 512 GByte RAM dazu. Der komplette Supercomputer Perlmutter nutzt dann 35 PByte NAND-Flash-Speicher in Form von PCI-Express-SSDs – 5 PByte mehr als Ende 2018 prognostiziert.

Der Bau von Perlmutter kostet 146 Millionen US-Dollar. Cray rüstet die Serverfarm mit dem eigenen Slingshot-Interconnect aus, um die Nodes untereinander zu verbinden. Der Supercomputer soll die drei- bis vierfache Rechenleistung des aktuellen Systems NERSC-8 alias Cori erreichen, also mindestens 100 FP64-PetaFlops.

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Aktuell entwickelt das NERSC zusammen mit Nvidia angepasste Anwendungen für Perlmutter. Dazu kommen nachgerüstete Tesla-V100-Beschleunigerkarten der Volta-Generation im noch aktuellen Cori-System zum Einsatz. Wissenschaftler können sich mit ihren Projekten beim US-Institut um Rechenleistung bewerben, beispielsweise zum Testen von KI-Anwendungen. Das NERSC hebt mit den Tensor-Rechenkernen der Nvidia-GPUs die Eignung für Deep Learning und Machine Learning hervor. (mma)