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Supercomputer aus Playstation 3

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Der Supercomputer namens "Condor", den Wissenschaftler der US-Airforce in ihren Forschungslaboren entwickelt haben, ist ein Konglomerat aus 1760 Playstation 3 und 168 Grafikprozessoren. Der Condor verarbeitet 500 Teraflops und läge damit auf Platz 12 der 500 schnellsten Supercomputer, steht aber bisher nicht in der Top500-Liste.

Die Spielekonsole haben die Forscher aufgrund ihres Cell-Prozessors gewählt. Die Hardware sei enorm leistungsstark und vor allem sofort verfügbar. 84 Server mit je zwei Hexa-Core-Prozessoren steuern jeweils 22 PS-3-Konsolen, erläuterte Mark Barnell, Direktor der Supercomputersparte am AFRL, anlässlich der Einweihung des Supercomputers. Außerdem stecken 168 nicht näher spezifizierte Grafikkarten in den 84 Servern, also zwei pro Knoten.

Die Kosten für den PS-3-Condor liegen laut Barnell bei rund 2 Millionen US-Dollar. Das sei 10- bis 20-mal günstiger als vergleichbare Rechnersysteme. Außerdem benötige der schnelle Vogel weniger als 10 Prozent der üblicherweise für solche Supercomputer nötigen Energie. Man habe also quasi ein "grünes" Produkt geschaffen, hieß es.

Playstation-3-Supercomputer gibt es seit 2007; der Rüstungs- und Medizintechnik-Zulieferer Mercury Research liefert dafür auch ein SDK. Sony hadert allerdings mit der Linux-Unterstützung der PS3. Für Supercomputer hat IBM zudem eine Spezialversion des Cell-Chips namens PowerXCell 8i entwickelt, die aber nicht weiter fortgeführt wird. (uk)

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