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Supercomputing: Hewlett Packard Enterprise schluckt Cray

HPE sieht Supercomputing als Zukunftsmarkt und will sich auf diesem mit der Übernahme von Cray stark aufstellen.

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Cray CS 500

(Bild: Cray)

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Hewlett Packard Enterprise (HPE) übernimmt die auf Supercomputer spezialisierte Cray Inc. HPE zahlt 35 US-Dollar pro Aktie oder insgesamt rund 1,3 Milliarden US-Dollar, teilte das Unternehmen am Freitag in San Jose (US-Bundesstaat Kalifornien) mit. Die Übernahme steht unter Vorbehalt der behördlichen Genehmigung. HPE rechnet mit einem Abschluss des Geschäfts bis Ende des Jahres.

HPE will sich mit der Übernahme besser für die Aufgaben der Zukunft rüsten. Die "Explosion des Datenaufkommens" bei Künstlicher Intelligenz, Maschine Learning und Big Data schafft ein wachsendes Geschäftsgeld für den Computerpionier. "Komplexe Aufgaben" wie die Berechnung von Klimamodellen, medizinische Forschung oder Cybersicherheit benötigten immer mehr Rechenkapazität, heißt es in der Mitteilung beider Unternehmen.

"Die Antworten auf einige der drängendsten Fragen unserer Gesellschaft verbergen sich in riesigen Datenmengen", erklärt HPE-CEO Antonio Neri. Die zentralen Herausforderungen in der Medizin, beim Klimawandel und der Weltraumforschung seien nur durch die Verarbeitung und Analyse dieser Daten zu meistern. "HPE und Cray eint das Engagement für kundenorientierte Innovationen und die Vision, den globalen Marktführer für Hochleistungsrechner und KI zu schaffen", ergänzt Cray-CEO Peter Ungaro.

HPE verweist darüber hinaus auf seine Wachstumserwartung für den Bereich Hochleistungsrechner. Bis 2021 soll der Bereich um rund ein Viertel auf 35 Milliarden US-Dollar wachsen. HPE hatte bereits 2016 die Supercomputing-Firma SGI übernommen. Cray ist in dem Bereich einer der führenden Anbieter mit rund 100 installierten Supercomputern weltweit. Das Unternehmen mit 1300 Mitarbeitern hat zuletzt einen Jahresumsatz von 456 Millionen US-Dollar ausgewiesen. (vbr)