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Technology Review

Supermarkt-Navigation per LED

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Ein US-Start-up will mit datenübertragenden LED-Leuchten für mehr Orientierung in Innenräumen sorgen. Die Informationen aus den LED-Leuchten will ByteLight von Smartphones auffangen lassen und die Telefone so zu Indoor-Navigationsgeräten machen. Das berichtet Technology Review in seiner Online-Ausgabe.

Mit ihrem Verfahren wollen die ByteLight-Gründer Dan Ryan und Aaron Ganick die Satelliten-Navigationslücke schließen, die bis heute innerhalb von Gebäuden klafft, weil dort kaum GPS-Signale hineindringen. Drahtlose Netzwerke wiederum seien nicht genau genug, sagen die beiden Ingenieure, die sich vom Smart Lighting Engineering Research Center an der Boston University kennen.Die Technik könnte sich für Läden, aber auch Museen, Krankenhäuser und andere Labyrinthe des Alltags eignen.

Der Zeitpunkt für ihre Ausgründung scheint nicht schlecht: Ortsbezogene Dienste und dazu passende Apps fürs Smartphone boomen. Das zeigt der Erfolg von Firmen wie Foursquare oder Shopkick. Zugleich werden LEDs als energiesparende Alternative zu Glühbirnen und Leuchtstofflampen immer populärer.

Die Navigationslösung funktioniert so: In einem Geschäft werden einige herkömmliche Glühbirnen durch spezielle Leuchten ersetzt – LED-Lampen, deren Schraubgewinde in die üblichen Sockel passt. Die wie das Start-up selbst "ByteLights" genannten Lichtspender flackern in einer bestimmten Frequenz, die so schnell ist, dass sie vom menschlichen Auge nicht wahrgenommen werden kann – wohl aber von der Kamera eines Smartphones. Eine App berechnet aus den LED-Signalen den Standort im Geschäft und zieht dann passende Informationen aus einer Datenbank.

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(bsc)