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Surface Neo und Duo: Microsoft zeigt Dual-Screen-Geräte mit Windows und Android

Microsoft hat zwei Dual-Screen-Geräte vorgestellt: Auf dem großen Surface Neo läuft Windows, auf dem kleineren Surface Duo hingegen Android.

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(Bild: Microsoft)

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Microsoft hat in New York zwei Dual-Screen-Geräte präsentiert, die die Zukunft von Surface darstellen sollen. Beide lassen sich aufklappen, doch statt eines faltbaren Bildschirms haben sie je zwei nebeneinander angeordnete herkömmliche Touchscreens. Auf dem Surface Neo läuft eine spezielle Windows-Version namens Windows 10X, auf dem telefonierfähigen Surface Duo hingegen Android.

Das Surface Neo beherbergt zwei Touchscreens mit jeweils 9 Zoll Diagonale. Die beiden Gerätehälften sind über zwei ganz außen platzierte 360-Grad-Scharniere miteinander verbunden, sodass der Spalt zwischen den zwei Bildschirmen so gering wie möglich ausfällt. Er ist aber immer sichtbar und wird auch gezielt als Trennung zwischen zwei parallellaufenden Anwendungen genutzt. Dreht man das Neo, dann rotieren die Bildschirminhalte jeweils getrennt.

Surface Neo (7 Bilder)

(Bild: Microsoft)

Im Surface Neo arbeitet Intels kommender x86-Stromsparprozessor Lakefield, der für Office-Aufgaben und Medienkonsum ausreichend Rechenleistung bereitstellen sollte. Auf ihm läuft eine spezielle Windows-10-Version namens Windows 10X, die speziell für Dual-Screen-Geräte konzipiert ist und unter anderem auch ein angepasstes Startmenü mitbringt.

Trailer: Microsoft Surface Neo (Quelle: Microsoft)

Microsofts neuer Slim Pen, der am frisch vorgestellten Surface Pro X in einer Stiftgarage des Tastatur-Covers verschwindet, dockt beim Neo magnetisch an der Rückseite an. Als weiteres Zubehör gibt es eine magnetisch andockende Bluetooth-Tastatur: Klappt man sie über einen der beiden Touchscreens, dann erkennt das Gerät das und schaltet in einen Notebook-Modus. Liegt die Tastatur vorne auf dem Bildschirm, dann wird darüber eine Wonderbar genannte Eingabezeile – etwa für Emojis – eingeblendet. Schiebt man die Tastatur hingegen nach hinten, dann erscheint vor ihr ein virtuelles Touchpad. Der Notebook-Modus lässt sich auch ohne Zusatz-Hardware über eine eingeblendete virtuelle Tastatur nutzen.

Das Surface Duo verwendet dieselbe Bauart wie das Neo, kommt mit zwei 5,6-Zoll-Touchscreens aber deutlich kompakter daher und ist mehr Smartphone als Tablet: Oberhalb des rechten Bildschirms findet man wie bei vielen anderen Touch-Handys auch einen Lautsprecher und eine Kamera. Zum Annehmen eines Telefonats klappt man es das Gerät entweder auf oder herum – je nachdem, ob man es ans Ohr halten will oder videofoniert. Die Kamera kann auch für Fotos verwendet werden; dann dient der hintere Bildschirm als Sucher.

Surface Duo mit Android (9 Bilder)

(Bild: Microsoft)

Das Surface Duo ist wie das Neo auch für produktive Arbeiten mit mehreren Apps gleichzeitig ausgelegt, doch Microsoft greift dabei auf ein etabliertes App-Angebot zurück: Auf dem Duo läuft Android – laut Werbevideo inklusive Play Store. Weitere Infos zum technischen Innenleben hat Microsoft noch nicht genannt, doch angesichts der Nutzung von Android liegt die Vermutung nahe, dass wie im Surface Pro X der hauseigene Prozessor SQ1 (oder ein enger Verwandter) zum Einsatz kommt.

Trailer: Microsoft Surface Duo (Quelle: Microsoft)

Während die gezeigte Hardware schon einen ordentlichen Eindruck machte, dürfte sich jedem erschließen, dass die weitaus größeren Baustellen eines Dual-Screen-Konzepts auf der Software-Seite liegen. Microsoft hat Surface Neo und Surface Duo deshalb schon jetzt gezeigt, obwohl beide Geräte erst in einem Jahr in den Handel kommen werden. Preise wurden dementsprechend noch nicht genannt.

Allerdings hat Microsoft betont, dass man die Geräte so früh wie möglich in die Hände der Software-Entwicklergemeinde bringen möchte, was sicherlich nicht die dümmste Idee ist. Womöglich werden die beiden Geräte an sich also im Rahmen von Entwicklungskits schon früher in die freie Wildbahn entlassen – ähnlich der Hololens. (mue)