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Surfen mit dem Handy immer beliebter

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Immer mehr Menschen in Deutschland surfen mit dem Handy oder Smartphone. Laut einer Umfrage von TNS Infratest geht ein gutes Drittel (34 Prozent) der befragten 14- bis 64-Jährigen in Deutschland mit dem Mobiltelefon online, 2011 war es nur ein Fünftel (19 Prozent). Insgesamt gaben 86 Prozent der Umfrageteilnehmer an, das Internet zu nutzen. 85 Prozent machen das auch am PC, auf den also nur ein Bruchteil der Befragten ganz beim Surfen verzichtet. Die Umfrage unter insgesamt 1531 Personen im Alter von 14 bis 64 Jahren in Deutschland wurde im Auftrag von ARD Werbung, Telekom, IP Deutschland, Vodafone und ZDF durchgeführt.

Wer mit seinem Smartphone ins Netz geht, surft damit in der Hälfte der Fälle in sozialen Netzwerken (48 Prozent). Ein Drittel ruft darüber hinaus aktuelle Nachrichten (33 Prozent) oder Videos (28 Prozent) ab. Eher wenige Handysurfer nutzen ihr Mobiltelefon dagegen fürs Onlineshopping (10 Prozent) oder -banking (11 Prozent). Andere Geräte spielen beim Surfen im Vergleich zu PC und Smartphone nur eine untergeordnete Rolle. So geht zum Beispiel nur einer von 20 Befragten mit einem Tablet ins Netz (5 Prozent), 7 Prozent nutzen dafür andere netzwerkfähige Geräte wie Fernseher oder Spielkonsole.

Zu ähnlichen Ergebnissen kommt die am Montag ebenfalls vorgestellte Onlinestudie 2012 von ARD und ZDF, für die von Februar bis April bundesweit 1800 Erwachsene befragt wurden. Demzufolge sind drei Viertel der Erwachsenen in Deutschland (76 Prozent) online. Das entspricht den Angaben zufolge insgesamt 53 Millionen Nutzern, 1,7 Millionen mehr als im Vorjahr. Die höchsten Zuwachsraten verzeichnen die Sender bei der Zielgruppe: Inzwischen sind knapp 77 Prozent der 50- bis 59-Jährigen im Netz, 2011 waren es 69 Prozent. Unter den über 60-Jährigen sind 39,2 Prozent online.

Der Anstieg der mobilen Internetnutzung auf 23 Prozent ist angesichts der Fokussierung der Sender-Studie auf Erwachsene nicht ganz so steil wie bei TNS Infratest, die Teenager mit einschließt. Auch ARD und ZDF machen den Trend aus, dass mobile Endgeräte wie Tablets und Smartphones nicht den stationären Zugang ersetzen, sondern "neue Nutzungssituationen" schaffen. Smartphones sind demnach besonders beliebt bei den Unter-30-Jährigen. Tablets, inzwischen in 8 Prozent der deutschen Haushalte vorhanden, sollen eine Domäne der 30- bis 49-Jährigen sein. 15 Prozent aller befragten Onliner besitzen der Studie zufolge inzwischen ein internetfähiges Fernsehgerät. (vbr)