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Surftablett für 500 US-Dollar

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Das Blog TechCrunch hatte das CrunchPad als Surfpad für unter 300 US-Dollar angedacht, dann hatte der Hersteller Fusion Garage das Projekt an sich gerissen. Nun hat dessen Chef Chandra Rathakrishnan ein paar Details verraten.

Fusion Garage will das Surfpad Joojoo am 11. Dezember etwas ausführlicher vorführen.

(Bild: Fusion Garage)

Demnach heißt das Surfpad nun JooJoo und wird 500 US-Dollar kosten. Er hat einen kapazitives 12-Zoll-Touchscreen und abgesehen vom Einschalter keine weiteren Tasten. Das Gewicht soll unter 1,2 Kilogramm liegen. Die Internetverbindung nimmt es über WLAN auf, LAN und UMTS fehlen. Als Betriebssystem kommt Linux mit einer von Fusion Garage entwickelten Oberfläche samt Browser zum Einsatz – ein ähnliches Konzept wie beim Google Chrome OS, das deswegen nicht zum Einsatz komme, weil es erst Ende nächsten Jahres fertig sein soll. Zur Hardware-Plattform gibt es keine neuen Informationen, demnach dürfte es bei Intels Atom mit Chipsatzgrafik bleiben. Die Auslieferung soll frühestens in zwei Monaten beginnen, also im Februar, sodass möglicherweise auch die nächste Atom-Generation Pine Trail mit in den Prozessor integrierte Grafik zum Einsatz kommt.

Durch den hohen Preis verliert das Gerät etwas an Attraktivität, hat aber ein größeres Display als die Konkurrenz. Beispielsweise hat das 500 Euro teure Atom-Tablet Archos 9 ein 9-Zoll-Panel; die ab 450 Euro erhältlichen Tablet-Netbooks wie das Asus EeePC T91 oder Gigabyte Touchnote T1028 haben nur 10 Zoll große Bildschirme. Auch der ähnlich teure und weit unflexiblere E-Book-Reader Amazon Kindle DX hat nur ein 10-Zoll-Panel.

Zum Streit mit CrunchPad-Initiator Michael Arrington hat Rathakrishnan erwartungsgemäß eine andere Sichtweise als Arrington. Er unterstellt ihm, untätig gewesen zu sein und versprochenes Kapital nicht aufgebracht zu haben. Die gesamte Arbeit und das gesamte Risiko hätte Fusion Garage geschultert. (jow)

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