Suse Linux 10.0 auf der Zielgeraden

Nach vier Beta-Versionen ist termingerecht der erste Release Candidate fertiggestellt. Anfang Oktober soll die erste openSUSE-Version in den Läden liegen.

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Von
  • Oliver Diedrich

Exakt im Zeitplan hat das OpenSUSE-Projekt den ersten Release Candidate des kommenden Suse Linux 10.0 (Codename Nürnberg) veröffentlicht. Dem RC1 waren vier Beta-Versionen im Wochentakt vorangegangen. Suse Linux 10.0 steht in Versionen für x86- und x64-Prozessoren zur Verfügung; mit der Beta 3 hat sich auch Unterstützung für den PowerPC hinzugesellt.

Die jeweils fünf CD-Images für die drei unterstützten Plattformen stehen zum Download via HTTP oder BitTorrent bereit. x86- und x64-Besitzer können alternativ das lediglich knapp 65 MByte große Netinstall-Image verwenden und dann nur die Programmpakete herunterladen, die sie wirklich benötigen. Wer bereits eine der Betaversionen installiert hat, kann auf die deutlich kleineren Delta-ISOs zurückgreifen.

Ein Blick auf die Liste der lästigsten Fehler zeigt, welche Fortschritte während der Entwicklung gemacht wurden: Die Zahl der gravierenden Fehler ist auf zwei gesunken. Mit dem Kernel 2.6.13, der glibc 2.3.5, gcc 4.0.2, Xen 3.0, KDE 3.4.2 und Gnome 2.12 dürfte der RC1 bereits recht genau der für Anfang Oktober geplanten endgültigen Version entsprechen. Eine gute Nachricht für Freunde der Kommandozeile: Die Paketmanager apt und yum, mit denen sich Programmmpakete komfortabel übers Internet installieren lassen, gehören jetzt beide zum Standardsoftwareumfang. Auch der MP3-Support, der in Suse Linux 9.3 nachgerüstet werden musste, ist wieder integriert.

Die fertige Version von Suse Linux 10.0 wird nicht nur per Download erhältlich sein: Novell hat bereits angekündigt, die Distribution wie frühere Versionen als Boxen mit Datenträgern, Installationssupport und Handbüchern für 59 Euro über den Handel zu vertreiben. Das Produkt richte sich an Linux-Begeisterte und Heimandwender, so Novell in einer Pressemitteilung. (odi)