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Susecon: Suse Linux Enterprise 12 am Horizont

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Auf der derzeit laufenden Susecon gab Matthias Eckermann, Senior Product Manager bei Suse, in mehreren Vorträgen einen Ausblick auf die Neuerungen von Suse Linux Enterprise 12 (SLE12).

Dynamische Kernel-Updates – also der Einbau von (Sicherheits-)Korrekturen am laufenden Kernel wie bei Ksplice – müssen die Anwender weiter warten, denn die Suse-internen Untersuchungen seien noch nicht abgeschlossen.Im Bereich Network-Management steht ein Wechsel auf das vor drei Jahren vorgestellte Wicked an. Das Netzwerk-Configurations-Framework, das unter anderem die via /sbin/ifup aufgerufenen Skripte ersetzt, befindet sich auch im Lieferumfang des nächste Woche erwarteten OpenSuse-Version 13.1.

Wie erwartet wird mit SLE12 das Konfigurationswerkzeug Yast von YCP auf Ruby umgestellt. Suse möchte das Ruby-basierte Yast als Fundament für eine schneller und effizientere Installation benutzen. Der Linux-Distributor ermuntert die Kunden eigene Ruby-Module für den Installer zu schreiben, um kundenspezifische Aufgaben zu lösen.

Die Installation selbst soll schlanker sein bei SLE12. Vor dem ersten Reboot findet sowohl die Netzwerk-Konfiguration, die Registrierung als auch die Installation der Updates statt. Der bisherige zweite Reboot entfällt.

Die kommende Version von Suses auf Unternehmenskunden ausgerichteter Linux-Distribution bringt auch Samba 4 mit, das unter anderem Server-seitigen Kopien beim Btrfs-Dateisystem beherrscht. Zudem soll SLE12 genau wie SLE11 zehn Jahre Standard-Support sowie gegen Aufpreis drei Jahre weitere Pflege erhalten, wie auf der Susecon bekannt wurde. Enterprise Linux soll auch weiter das Kern-Produkt von Suse bleiben, wie Suse-Chef Nils Brauckmann in der Eröffnungskeynote klarstellte, in der er ein auf Ceph setzendes Produkt für "Distributed Storage" für die zweite Jahreshälfte 2014 angekündigt hat. (Udo Seidel) / (thl)

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