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Suzanne Vega trifft MP3-Entwickler

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Vor 20 Jahren ist Suzanne Vegas Hit "Tom's Diner" als erster Song mit der damals brandneuen MP3-Technik abgespeichert worden. Am Freitag besuchte die Pop-Sängerin erstmals die Geburtsstätte dieses Musikformats, das Fraunhofer Institut für Integrierte Schaltungen in Erlangen. Bei der Entwicklung des MP3-Codecs spielte Vegas' Welthit eine wichtige Rolle: Anhand dieses Musikstücks optimierten die Forscher das psychoakustische Modell, dessen Algorithmus für das menschliche Ohr nicht wahrnehmbare Frequenzen eliminiert, ohne dass der Verlust auffällt.

Der erste Versuch mit "Tom's Diner" hörte sich damals noch an, "als ob jemand am linken und rechten Ohr kratzt", erzählte Karlheinz Brandenburg, der Vater des MP3-Formats am Fraunhofer Institut am Freitag. Die Acapella-Version des Songs stellte die Ingenieure vor die Herausforderung, die menschliche Stimme ohne Klangverlust zu komprimieren.

Die Künstlerin aus New York dankte dem Institut dafür, dass sie Teil der Entwicklung sein durfte. Vega selbst hatte von ihrem innovativen Beitrag erst im Jahre 2000 erfahren, als eine Freundin zu ihr sagte: "Gratulation, du bist die Mutter von MP3." Mittlerweile hört Suzanne Vega selbst Musik im beliebten MP3-Format. Meist sei sie jedoch eher altmodisch und vertraue lieber einer CD, sagte die 48-jährige Musikerin.

Begeistert zeigte sich Suzanne Vega jedoch vom neuen MP3-Surround-Format. Die Frauenhofer-Ingenieure präsentierten der Künstlerin "Tom's Diner" sowohl in Stereo als auch im neuen 5.1-Format. Für ihr neuestes Album "Beauty & Crime" war die 5.1-Technik zwar bereits im Gespräch, wurde aber noch nicht realisiert. (dpa) / (spo)

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