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Switch-Ausfall am Internet-Knoten DE-CIX

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Am zentralen deutschen Knoten DE-CIX für den Datenaustausch zwischen Providern und ihren Netzen (Peering) ist gegen 13 Uhr am heutigen Montag einer der beiden Ethernet-Switches (Cisco Catalyst 6509) ausgefallen. DE-CIX 2 stellte komplett seine Arbeit ein, als Techniker versuchten, ein nicht funktionierendes Gigabit-Ethernet-Modul auszutauschen.

Laut Arnold Nipper, dem technischen Leiter des DE-CIX, seien offensichtlich alle Gigabit-Ethernet-Module nicht mehr funktionstüchtig; ein Austausch des kompletten Switches würde mindestens vier Stunden dauern. Daher werde man nun gleich auf die neue Infrastruktur umstellen, die man mit Cisco-Technikern gerade letzten Tests unterziehe. Die neue Technik besteht ebenfalls aus Ciscos Catalyst 6509, allerdings mit neuer Supervisor Engine 720, die bis 720 Gigabit/s verkraftet, und Modulen für 10 Gigabit Ethernet.

Eine Ursache für den Ausfall der Gigabit-Ethernet-Module in DE-CIX 2 konnte Nipper bislang nicht nennen. Rund 50 bis 60 Provider seien von dem Ausfall betroffen, einige von ihnen würden aber redundante Verbindungen durch einen weiteren Anschluss am Switch DE-CIX 1 betreiben. Kunden dieser Provider dürften den Ausfall daher kaum bemerken. Internet-Performance-Auswertungen wie etwa von Sysformance lassen leichte Auswirkungen der DE-CIX-Probleme erkennen, die DE-CIX Statistiken selbst zeigen den Ausfall dagegen überdeutlich an.

Nach Angaben des DE-CIX Betreibers eco fließt rund 85 Prozent des deutschen Internetverkehrs über den zentralen Knotenpunkt in Frankfurt am Main. Im April durchbrach der Datendurchsatz am DE-CIX erstmals die Marke von 10 GBit/s. Neben dem DE-CIX gibt es noch weitere Peering-Knoten wie beispielsweise den Münchner INXS MUC, die Hamburger INXS HBG und WORK_IX oder den Berliner BCIX. (jk)

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