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Symantec will Business-Sparte verkaufen

In einem Milliarden-Deal will Chiphersteller Broadcom Teile des Sicherheitssoftware-Herstellers Symantec übernehmen. Noch ist die Transaktion nicht genehmigt.

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(Bild: Symantec)

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Der US-amerikanische Chiphersteller Broadcom ist weiter auf Einkaufstour. Für 10,7 Milliarden Dollar will das Unternehmen die Geschäftskunden-Sparte des Sicherheitssoftware-Herstellers Symantec erwerben. Das teilen beide Unternehmen auf Ihren Websites mit. Falls die zuständigen Behörden in den USA, Europa und Japan zustimmen, soll die Transaktion noch in diesem Jahr, spätestens aber im Januar 2020 abgeschlossen werden. Bei der Übernahme wird es ausschließlich um das Firmengeschäft von Symantec gehen, wobei auch die Rechte am Namen auf Broadcom übergehen.

Übernahmen spielten eine zentrale Rolle in der Wachstumsstrategie von Broadcom, schreibt Hock Tan, Präsident and CEO von Broadcom, in einer Mitteilung auf der Firmenwebsite. "Diese Transaktion stellt den nächsten logischen Schritt dar nach unserer Übernahme von Brocade und CA Technologies." Brocade war 2016 von Broadcom gekauft worden. Im Sommer 2018 hatte Broadcom auch CA Technologies übernommen.

Das Privatkunden-Geschäft von Symantec soll unter dem gut eingeführten Namen Norton weiterlaufen und ist von dem Deal nicht betroffen. Nach der Übernahme könne die bisherige Geschäftskunden-Sparte von Symantec weiter wachsen und im Wettbewerb bestehen und vom weltweiten Vertriebsnetz des künftigen Besitzers profitieren, kommentiert Rick Hill, Interimspräsident und CEO von Symantec auf der Firmenwebsite. Das Geschäft mit Norton LifeLock, der Sicherheitslösung für Privatkunden und kleine Firmen, könne künftig unabhängig davon weiterentwickelt werden, heißt es dort weiter.

Symantec ist derzeit der weltgrößte Hersteller von Sicherheitssoftware. Rund 350.000 Unternehmen und Organisationen und 50 Millionen Menschen nutzen Symantec-Produkte. Bereits Anfang Juli hatten US-amerikanische Medien berichtet, dass Broadcom sich für eine Übernahme der Symantec-Geschäftskunden-Sparte interessiere. Nachdem US-Präsident Donald Trump 2018 einen Versuch des Chipherstellers zur Übernahme des Konkurrenten Qualcomm verhindert hatte, zeigte Broadcom deutliches Interesse an einer Expansion im Softwarebereich. (dwi)