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Symphony-Code fließt in OpenOffice ein

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Wie bereits im Januar angekündigt, hat IBM begonnen, den Quellcode von Symphony für Windows, Linux und Mac OS X an Apache OpenOffice zu übertragen. Eine spezielle Seite im OpenOffice-Wiki beschreibt die Zusatzfunktionen von Symphony, die in die freie Office-Suite einfließen könnten. Dazu gehören zum Beispiel besser strukturierte Menüs, APIs für Visual Basic und Geschwindigkeitsverbesserungen. Auch werden die Screenreader Jaws und NVDA unterstützt. Über eine zweite Seite soll der Code in Kürze mitsamt Build-Anleitung zur Verfügung stehen.

Mit der Aufnahme des Symphony-Quellcodes in OpenOffice geht eine Ära zu Ende: Vor knapp fünf Jahren hatte IBM den OpenOffice-Ableger mit dem nostalgisch klingenden Namen aus der Taufe gehoben. Die eigene Variante der Büro-Suite will IBM nach eigenem Bekunden nun noch so lange für bestehende Kunden weiterpflegen, bis Apache OpenOffice die Zusatzfunktionen von Symphony integriert hat.

Der Schritt kommt wenige Tage nachdem OpenOffice sich mit der lang ersehnten Freigabe von Version 3.4 zurückgemeldet hatte. Sie soll inzwischen mehr als eine Millionen Mal heruntergeladen worden sein. 87 Prozent der Downloads entfielen dabei auf die Windows-Version; für weitere 11 Prozent zeichneten Mac-OS-X-Nutzer verantwortlich. Mit lediglich 2 Prozent blieb der Anteil an Linux-Downloads weit hinter den anderen beiden Betriebssystemen zurück – die meisten Linux-Anwender erhalten ihr Office-Programm allerdings über die Paket-Depots der Linux-Distributoren. Fast alle von ihnen sind im Laufe der vergangenen anderthalb Jahre auf das Alternativ-Paket LibreOffice umgeschwenkt, das seit Herbst 2010 unter dem Dach der Document Foundation entwickelt wird.

Siehe dazu auch:

(thl)

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