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Synology packt Docker ins NAS

Mit einer nachrüstbaren App werden Netzwerkspeicher zu Docker-Hosts: Auch auf kleinen NAS können dann vier oder mehr Docker-Container als virtualisierte Anwendungen parallel laufen, die fix und fertig im Web zum Download bereitstehen.

Synology packt Docker-VMs ins NAS

Nachdem QNAP im vergangenen Jahr als erster Hersteller seine x86-NAS zu VM-Hosts gemacht hat, zieht nun der zweite große Hersteller von Netzwerkspeichern nach. Synology hat sich bei der nächsten Version seines NAS-Betriebssystems DSM 5.2 jedoch für eine noch leichter anwendbare Virtualisierung entschieden: Mit einem nachrüstbaren Paket wird das NAS zum Docker-Host.

Docker ist derzeit angesagt, weil man fertig konfigurierte Anwendungen schlicht herunterladen und direkt starten kann. Solche Docker-Container stehen für zahlreiche Anwendungen vom Blog-Host über My- und nosql-Datenbanken bis zum VPN-Server bereit. Diese Anwendungen laufen zwar direkt auf dem Kernel des NAS, aber der isoliert sie auch gleich gegenüber den restlichen NAS-Diensten und anderen Docker-Containern.

Laut Hersteller ist das kleinste NAS-Modell, auf dem Docker läuft, das rund 500 Euro teure Modell DS415+ mit vier Platten-Schächten und einem 2,4 GHz flotten Quadcore-Atom-Prozessor. Seine 2 GByte RAM sollten für einige Docker-Container genügen, denn diese kommen mit viel weniger Hauptspeicher aus als vollwertige VMs. Auf der Messe demonstriert Synology (Halle 2, Stand B51) seine Docker-Lösung mit fünf parallel laufenden Containern. Raffinierterweise hat man auch das NAS-Betriebssystem DSM selbst in einen Container verpackt. Wer will, kann also virtuelle NAS für verschiedene Arbeitsgruppen aufsetzen, die diese selbst verwalten dürfen. (ea)

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