Syrische Netzblockade hatte fast keine Lücken

Auch wenn das Internet in Syrien Ende November praktisch zwei Tage lang tot war, waren einige wenige Rechner weiter online. Das hat die Caida-Gruppe ermittelt, die weltweit Rechner beobachtet, die mit Malware infiziert sind.

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Von
  • Monika Ermert

Die syrische Internet-Blockade Ende November hatte lediglich sehr kleine Lücken. Eine Handvoll Datenpakete aus Syrien konnte das Netzteleskop der Cooperative Association for Internet Data Analysis (CAIDA) während der Sperre noch sehen. Mit ihrem "Teleskop" beobachtet die Caida-Gruppe den Datenverkehr von mit Malware infizierten Servern rund um die Welt. Den kompletten Ausfall des Internets in Syrien für 48 Stunden konnte sie sehr deutlich nachweisen.

Der Ausfall des Internets in Syrien

(Bild: Caida)

Im Wesentlichen decken sich die Ergebnisse mit den bereits vorgestellten Berichten von Renesys, Arbor, CloudFlare und BGPmon. Am 29. November, 12 Uhr Ortszeit Damaskus, fiel die Zahl der Datenpakete von syrischen Servern, deren Pakete beim Malware-Teleskop ankamen, schlagartig. Während der folgenden 48-stündigen Funkstille kamen nur sechs Pakete von 3 verschiedenen Absendern in Syrien an. Ob dies gespoofte Adressen gewesen sei, versuche man noch zu rekonstruieren. Jedoch sind die Pakete ein Beleg dafür, dass einige syrische Netze weiterhin Daten über Standardrouten versenden konnten. (mho)