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T-DSL-Warteschlange wird etwas kürzer

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Anlässlich der CeBIT verkündete Telekom-Technikvorstand Gerd Tenzer die neuen Zahlen für den DSL-Ausbau. Ihm zufolge wurde die Zahl der bereits geschalteten Zugänge von 300.000 Mitte Februar auf mittlerweile 400.000 gesteigert. Die Warteschlange hat das im gleichen Zeitraum um zehn Prozent verkürzt: von einer halben Million auf 450.000. Die Ausbauleistung sei mittlerweile von anfangs 30.000 auf mehr als 100.000 Anschlüsse pro Monat gesteigert worden, betonte Tenzer.

Weiteren Geschwindigkeitszuwachs beim Ausbau erhofft sich die Telekom von der Unterzeichnung eines Vorvertrages mit Alcatel, einem weiteren DSL-Hardware-Zulieferer. In der Vergangenheit hatte die Telekom mehrmals die Schuld am lahmen Ausbau der schnellen Leitung den Lieferschwierigkeiten der Zulieferer gegeben.

Bis zum Ende des Jahres möchte die Telekom "mehr als 90 Prozent der Bevölkerung anschliessen können", tatsächlich angeschlossen sein sollen über 2,5 Millionen. Hierfür gebe es einen Roll-Out-Plan, der nach und nach abgearbeitet werde. Immerhin müssten 8.000 Vermittlungsstellen mit der notwendigen Ausstattung versehen werden, die Lieferung von DSL-Modems und Splittern alleine reiche nicht. Kunden, die in einem bereits erschlossenen Gebiet wohnen, dürften laut Tenzer innerhalb von ein bis zwei Wochen ihren DSL-Anschluss bekommen. Wer jedoch außerhalb der Gebiete des Roll-Out-Plans wohne, müsse sich auf weitere Wartezeiten einstellen. Ob die Telekom das ehrgeizige Ziel von 90 Prozent Flächenabdeckung auch erreicht, weiß sie scheinbar selbst noch nicht so genau: Telekom-Chef Ron Sommer meinte, die Telekom "diskutiert jede Woche, wie wir dieses Ziel erreichen können". Über die Ergebnisse dieser Diskussionen ließ er jedoch nichts verlauten.

Über den schnellen Ausbau dürfte sich auch AOL, Haupt-Konkurrent von T-Online, freuen, der ab dem Sommer ein eigenes DSL-Angebot starten will – aller Voraussicht nach über die Leitungen des Rosa Riesen. (axv)