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T-Mobile Austria bringt EDGE

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T-Mobile Austria investiert nun doch in EDGE. Die Abkürzung steht für Enhanced Data rates for GSM Evolution und bezeichnet eine Weiterentwicklung von GPRS, die kürzere Delays und höhere Bandbreiten (theoretisch 473,6 kBit/s) bei gleicher Frequenznutzung ermöglicht. Durch relativ geringe Investitionen kann damit die Kapazität eines GPRS-Netzes für Datenübertragung wesentlich erhöht werden. Ab März sollen Kunden von T-Mobile und tele.ring die Technik nutzen können. Dies hat Andreas Szamosvari, Business Marketing Leiter des Netzbetreibers, auf der am heutigen Donnerstag zu Ende gehenden iTnT bekannt gegeben.

Der relativ späte Einstieg in diese 2.5G-Technik überrascht, zumal T-Mobile Austria bis vor Kurzem noch keinen Sinn in EDGE gesehen hatte. Als Mobilkom Austria 2005 EDGE außerhalb der eigenen UMTS-Netzabdeckung installierte und dies mit "UMTS PLUS" bewarb, hagelte es von allen Konkurrenten Häme sowie Klagen wegen irreführender Werbung. Die Mobilkom musste ihre Werbung auf "UMTS PLUS EDGE" ändern.

Die derzeit bei T-Mobile laufende Netzmodernisierung mit Integration des tele.ring-Festnetzes und etwa 800 tele.ring-Sendestandorte stellt laut dem Netzbetreiber eine besonders günstige Gelegenheit dar, EDGE nachzurüsten. Sowohl HSDPA als auch EDGE sollen im März für jeweils 75 Prozent der Bevölkerung verfügbar sein, sodass zusammengenommen im gesamten T-Mobile-Netz (rund 98 Prozent) zumindest eine der beiden Übertragungstechnologien zu Verfügung steht. HSDPA und ab Jahresmitte HSUPA, womit der Upload beschleunigt wird, sollen noch auf über 80 Prozent ausgebaut werden. Ob die im April ersteigerten 450-MHz-Frequenzen angesichts der EDGE&HSPA-Verbreitung überhaupt noch einer Nutzung zugeführt werden, ist offen. Eine kostengünstige Variante wäre die Ausdehnung des von T-Mobile Slovakia betriebenen Flash-OFDM-Netzes auf Österreich.

One und die damals noch eigenständige tele.ring hatten ebenfalls EDGE-Pläne gewälzt, diese jedoch 2005 verworfen. Heute ist One überzeugt, dass das Auslassen des Schritts zwischen GPRS und UMTS die richtige Entscheidung war. Das Ausbauprogramm sieht bis Ende 2008 90 Prozent HSDPA-Abdeckung vor. 3 strebt unter Nutzung ehemaliger tele.ring-Sendestandorte den gleichen Wert noch in diesem Jahr an. (Daniel AJ Sokolov) / (Daniel AJ Sokolov) / (jk)

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