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T-Mobile USA kann sich stabilisieren

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Gute Nachrichten für die Deutsche Telekom: Ihre Tochter T-Mobile USA hat kurz vor dem geplanten Zusammenschluss mit dem Wettbewerber MetroPCS die Abwanderung von Vertragskunden eindämmen können. Im ersten Quartal kehrten 199.000 Vertragskunden (Postpaid mit Vertrag direkt bei T-Mobile USA) dem viertgrößten US-Mobilfunkanbieter den Rücken, wie T-Mobile USA am Donnerstag mitteilte. Im gleichen Zeitraum des Vorjahres waren es noch 510.000. Bei den Prepaid-Kunden konnte T-Mobile USA um 2o2.000 zulegen.

Die Nachricht kommt zur rechten Zeit für die Telekom, deren Aktie bis zum frühen Nachmittag in Frankfurt um mehr als 2 Prozent stieg und gegen 15:15 Uhr noch mit 1,68 Prozent im Plus lag: In der kommenden Woche stimmen die Anteilseigner von MetroPCS über die Verschmelzung mit T-Mobile USA ab. Die Telekom würde die Mehrheit an dem neuen Unternehmen halten. Doch es gibt Widerstände einiger MetroPCS-Großaktionäre.

T-Mobile USA stellt sich unabhängig davon neu auf, um gegen die größeren Rivalen Verizon, AT&T und Sprint Nextel bestehen zu können. Günstigere Tarife bei gleichzeitig wegfallenden Subventionen für neue Handys sollen Kunden anlocken. Zudem baut T-Mobile USA das Netz aus und bietet ab kommender Woche auch Apples iPhone an – das mit Abstand beliebteste Smartphone der USA.

Das bisherige Fehlen des iPhone gilt als einer der Hauptgründe für den Schwund der besonders einträglichen Vertragskunden. Dagegen hatte T-Mobile USA bei den Prepaid-Kunden bis zuletzt zulegen können. Insgesamt hat die Telekom-Tochter (einschließlich der Kunden, die über Wiederverkäufer gewonnen wurden) knapp 34 Millionen Nutzer, ein Plus von 579.000 im abgelaufenen Quartal. Vor anderthalb Jahren hatten US-Wettbewerbshüter den 39 Milliarden Dollar schweren Verkauf an AT&T verhindert.


(jk)