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T-Mobile USA wirft Blackberrys aus dem Laden

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Ein weiterer Tiefschlag für den schwer gebeutelten Smartphone-Hersteller Blackberry: Der Provider T-Mobile USA will laut Medienberichten die Geräte des kanadischen Herstellers nicht mehr in seinen Läden auf Vorrat halten. Wie ein Sprecher des Providers gegenüber dem Techblog AllthingsD mitteilte, sollen Blackberrys aber weiterhin online oder direkt in einem Geschäft bestellt werden können.

Als Grund gab der T-Mobile-Manager David Carey gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters an, dass die Nachfrage einfach zu gering gewesen sei, um Lagerhaltung zu rechtfertigen. Andere US-Mobilfunkanbieter wie Verizon und AT&T wollen weiterhin online wie in Ladengeschäften Blackberrys anbieten, wie AllthingsD auf Nachfrage erfuhr. Blackberry selbst hatte vor kurzem angekündigt, sich weniger auf Privatkunden, sondern stärker auf das Geschäft mit Business-Kunden konzentrieren zu wollen.

Wie es mit generell mit Blackberry weitergeht, ist noch völlig offen: Anfang der Woche wurde bekannt, dass die kanadische Investmentfirma Fairfax, die bereits 10 Prozent der Aktienanteile an den Smartphonehersteller hält, Blackberry für rund 4,7 Milliarden US-Dollar komplett übernehmen will.Derzeit laufen noch die Buchprüfungen für eine potentielle Übernahme, als Angebot für Aktionäre nannte Fairfax 9 US-Dollar pro Anteilsschein.

Am Freitag will Blackberry seine aktuellen Quartalszahlen präsentieren, die vermutlich wenig rosig aussehen dürften. So musste Blackberry schon im Vorfeld Abschreibungen in Höhe von fast einer Milliarde US-Dollar bekanntgeben, da sich die als Hoffnungsträger auf den Markt gebrachten BB10-Geräte wohl nur schlecht verkaufen. Ebenfalls sollen 4500 der Beschäftigten entlassen werden, so dass nur noch 7000 Mitarbeiter im Unternehmen übrigbleiben. Im vergangenen Jahr hatte Blackberry noch 18.000 Beschäftigte. Die Telefonkonfenz nach Vorlage der Geschäftszahlen hat das Unternehmen bereits abgesagt. (axk)