T-Online verbietet DSL-Router - aber nicht ganz ...

Verboten waren Router für T-DSL laut T-Online im Grunde schon immer, doch jetzt hat die Telekom-Tochter es noch einmal schriftlich untermauert.

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Von
  • Axel Vahldiek

Verboten war es laut T-Online im Grunde schon immer, doch jetzt hat die Telekom-Tochter es noch einmal schriftlich untermauert: "Eine gleichzeitige Mehrfachnutzung der Zugangsdaten an einem oder mehreren Anschlüssen ist nicht zulässig (z.B. Einsatz von Routern)." Damit darf ein T-DSL-Flatrate-Zugang nur über einen PC gleichzeitig benutzt werden. T-Online-Sprecher Frank Domagala bestätigte das gegenüber heise online: "Ein Router darf nach den T-Online-Geschäftsbedingungen nicht dazu benutzt werden, mehreren Personen über eine Kennung den Zugang zum Internet zu verschaffen."

Auf die Frage, warum der Mutterkonzern Telekom dann noch einen DSL-Router verkauft, auf dessen Packung sie für "Gleichzeitiges Surfen von mehreren Rechnern im Internet (Internet Access Router)" wirbt, weiß Domagala Antwort: "Der Router ist für jene Personen gedacht, die zu Hause mehrere PCs haben und mal im Schlafzimmer und mal im Wohnzimmer surfen wollen." Den Einwand, dass es sich ja auch hierbei um eine "gleichzeitige Mehrfachnutzung" handele, weist er zurück: Letztendlich gelten die Allgemeinen Geschäftsbedingungen und die würden das erlauben. Die Anmerkung auf der T-Online-Homepage scheint also nur bedingt Gültigkeit zu besitzen.

Wer dennoch eine DSL-Flatrate über einen Router mit mehreren Personen nutzen möchte, hat schlechte Karten: Laut Domagala gibt es keinen legalen Weg dafür. Die Betroffenen könnten sich aber je einen weiteren DSL-Zugang pro Person anschaffen. Das allerdings wäre mit Strippenziehen verbunden: Pro DSL-Leitung kann immer nur über eine Nutzerkennung gesurft werden. Als legale T-Alternative bliebe sonst nur das Surfen über die ISDN-Leitung zum Minutenpreis von 2,9 Pfennig pro Minute, oder das T-lose Call-by-Call ab 2,5 Pfennig/Minute. (axv)