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"T" vor Gericht

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Die Deutsche Telekom AG will einer Berliner Firma die Verwendung des "T" in der Werbung verbieten lassen. Die Telekom hat die Neue-Medien-Agentur Team-Konzept auf Unterlassung verklagt, weil sie eine Verwechslung mit ihren eigenen Produkten befürchtet. In einer ersten mündlichen Verhandlung vor dem Kölner Landgericht wiesen die Anwälte von "Team-Konzept" das am heutigen Dienstag zurück. "Team-Konzept" verwende das T losgelöst und nicht in Verbindung mit anderen Begriffen wie zum Beispiel "T-Online", argumentierten sie.

Der Vorsitzende Richter Heinz-Georg Schwitanski schlug laut dpa als Vergleich vor, die "Team-Konzept" solle künftig mit T und K werben. Ansonsten könne eine teure Verbraucherbefragung nötig werden, um herauszufinden, wie sehr die Bevölkerung das T mit der Telekom verbindet. Beide Seiten müssen sich bis Mitte August entscheiden.

"Die Logos sind doch völlig verschieden, außerdem geht es bei uns auch nicht um Telekommunikation", meint Udo Blenk, einer der beiden verklagten Geschäftsführer. "Wenn wir auch nur im Geringsten eine Verwechslungsgefahr gesehen hätten, hätten wir das schon längst selbst geändert." In einer Mitteilung zitiert das Unternehmen den Rechtsanwalt Rainer Jacobs: "Die Telekom versucht lediglich eine Monopolisierung des Buchstabens T in jeder beliebigen Schreibweise und jeder beliebigen Zusammensetzung. [...] Man kann doch wirklich nicht behaupten, dass der Buchstabe 'T' der Telekom gehört. Schließlich benutzen grosse Firmen wie Texaco, Tengelmann, Toyota oder Talbot auch das 'T' in ihrem Logo."

Team-Konzept bietet nach eigenen Angaben seit neun Jahren technische Konzeption für und Programmierung von E-Business-, CMS-, Shop-Systemen und Produktpräsentationen oder Bedienungsanleitungen auf Internet und CD-ROM an. Zu den Kunden gehören Volkswagen, Rossmann sowie Werbe- und Multimediaagenturen. (anw)

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