TCL baut keine Blackberry-Handys mehr

Der chinesische Konzern TCL Corporation wird keine Blackberry-Handys mehr herstellen. Ob und wie es mit der Smartphone-Marke weitergeht, ist offen.

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Blackberry hatte angekündigt, dass der Konzern keine Geräte mehr selbst entwickeln werde.

(Bild: dpa, Caroline Seidel)

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Die chinesische Firma TCL Corporation und der kanadische Software-Hersteller Blackberry beenden ihre Partnerschaft. Beide Unternehmen bestätigten auf Twitter, dass TCL ab dem 31. August 2020 keine Handys mit der Blackberry-Marke mehr herstellen wird. Bereits verkaufte Geräte sollen noch bis zum 31. August 2022 Support erhalten, verspricht TCL.

"TCL hat keine weiteren Rechte mehr, Blackberry-Mobilgeräte zu entwerfen, herzustellen oder zu verkaufen", schreibt das Unternehmen auf dem Twitter-Account von Blackberry Mobile. Man sei dem Team für seine Arbeit dankbar.

TCL und Blackberry beschlossen ihre Partnerschaft 2016: TCL bekam im Zuge der Vereinbarung die Blackberry-Lizenz und die Verantwortung für die Fertigung, das Design und den Vertrieb von Blackberry-Handys. Das Unternehmen Blackberry, früher Research in Motion, konzentrierte sich vollends auf die Entwicklung der Software.

(Quelle: Volker Weber)

Nach dem Ende des Deals zwischen TCL und Blackberry ist offen, ob weitere Blackberry-Handys entwickelt werden. Es ist zwar denkbar, dass Blackberry sich einen neuen Partner für die Produktion der kultigen Mobiltelefone sucht, aber auch das Ende von Blackberry als Handy-Marke ist möglich. Bisher haben neben TCL auch BB Merah Putih und Optiemus Infracom Blackberry-Handys für die indonesischen und südasiatischen Märkte hergestellt. Wie es mit ihnen weitergeht, ist ebenfalls unklar.

Blackberry-Handys waren lange bekannt für ihre physischen Tastaturen, die die Mobiltelefone auch im Smartphone-Zeitalter lange beibehielten. Als Blackberry nach und nach an Relevanz verlor, versuchte sich Hersteller TCL auch an Handys ohne Tastatur. Das eigene Betriebssystem Blackberry OS geriet zugunsten von Android wie die Blackberry-Identität in den Hintergrund. Zuletzt hatte Blackberry auch einige Android-Apps eingestellt. Auch Geschäftskunden wandten sich von Blackberry ab. (dahe)