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TCPA-Support für AMIBIOS8

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American Megatrends (AMI) kündigt ein Erweiterungsmodul für sein AMIBIOS8 an, das damit ausgestattete Computer TCPA-tauglich macht. Diese Trusted Computing Platform Alliance ist eine Industrievereinigung mit etwa 180 Mitgliedern, die sich eine stärkere Sicherung von Computern durch Kryptografie-Hardware auf die Fahnen geschrieben hat.

Während die TCPA die Vorteile der neuen Technik vor allem für die Absicherung von Profi-Computern für Business-Anwendungen und -Transaktionen bewirbt, befürchten Kritiker eine schleichende Entmündigung der Anwender und unterstellen der TCPA, dass diese vorrangig auf verbesserten Kopierschutz (DRM) ziele.

In einem Whitepaper erläutert AMI die Funktion der TCPA-"eModule"-Erweiterung für das AMIBIOS8, das übrigens auch AMDs Athlon-64- und Opteron-Prozessoren unterstützt. Demnach bindet das eModule ein Trusted Platform Module (TPM) in Form eines Krypto-Chips von Atmel, Infineon oder National Semiconductor oder eines in einem speziellen Flash-Speicher gesicherten Software-TPM an. Mit Hilfe des TPM soll das BIOS die Integrität der PC-Hardware sicherstellen können; dadurch verlängert sich laut AMI der Bootvorgang um etwa fünf Sekunden. Außerdem stellt das BIOS dem Betriebssystem eine Schnittstelle zum Zugriff auf das TPM zur Verfügung.

An ganz ähnlichen Sicherungsverfahren arbeiten der BIOS-Hersteller Phoenix sowie Linux-Entwickler. Intel hat im Herbst Pläne zur stärkeren Hardware-Verschlüsselung für kommende Prozessoren und Chipsätze bekannt gegeben, während IBM schon eine Reihe von Notebooks und Desktop-PCs mit TCPA-konformem TPM verkauft. (ciw)