Menü

TV-Hersteller einigen sich auf einheitliche 3D-Shutterbrillen

Lesezeit: 1 Min.
In Pocket speichern
vorlesen Druckansicht Kommentare lesen 241 Beiträge
Von

Shutterbrillen werden zwar immer leichter (hier ein aktuelles Samsung-Modell), sie sind bislang aber nicht geräteübergreifend kompatibel.

(Bild: Samsung)

Aktive 3D-Brillen sollen bald geräteübergreifend funktionieren – nach etlichen Lippenbekenntnissen der Hersteller zeichnet sich nun tatsächlich eine Zusammenarbeit ab: Panasonic, Samsung und Sony wollen gemeinsam einen Standard für Shutterbrillen entwickeln. Bereits im März hatten Panasonic und XpanD einen gemeinsamen "M-3DI"-Standard angekündigt, damals waren bereits Firmen wie Mitsubishi, Epson und Hitachi an Bord. Mit ersten Brillen sei 2012 zu rechnen, heißt es von Seiten der Hersteller. Lizenzierbar sei der Standard ab nächstem Monat.

Die neuen Universalbrillen sollen nicht nur mit 3D-fähigen Fernsehern funktionieren, sondern auch mit Projektoren und Computermonitoren sowie in Kinos mit XpanD-Shuttertechnik. Laut Ankündigung sieht der Standard eine Synchronisierung per Infrarot und Bluetooth vor. Der Standard integriert sowohl das gemeinsam von Panasonic und XpanD entwickelte "M-3DI"-Protokoll als auch die proprietären Protokolle von Samsung und Sony.

Beim Shutter-Verfahren werden die Bilder fürs linke und rechte Auge abwechselnd angezeigt. Synchron dazu verdunkelt die Brille immer jeweils ein Glas. Es gibt aber auch sogenannte Polfilter-Fernseher, bei dem die Bildzeilen unterschiedlich polarisiert werden. Brillen für dieses Verfahren sind deutlich günstiger, weil sie passiv arbeiten: Die Gläser sind so polarisiert, dass das linke Auge beispielsweise nur die ungeraden und das rechte nur die geraden Zeilen sieht. Nachteil bisheriger Polfilter-3D-Displays: Die vertikale Auflösung halbiert sich. In einer c't-Untersuchung fiel einem Großteil der 45 Testpersonen der Auflösungsverlust jedoch gar nicht auf.

Die ungewöhnliche Zusammenarbeit der Shutter-3DTV-Hersteller Samsung, Sony und Panasonic könnte also mit den Aktivitäten der Konkurrenz zu tun haben: LG, Philips und Toshiba haben bereits Polfilter-Fernseher im Programm, die mit billigen, leichten und jetzt schon geräteübergreifend kompatiblen Brillen locken. (jkj)