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Tagesschau startet das Projekt "schule@tagesschau"

Die Tagesschau-Redaktion der ARD hat ihr Projekt "schule@tagesschau" gestartet. In den kommenden acht Wochen sollen Schülerinnen und Schüler des neunten Jahrgangs aus verschiedenen Hamburger Schulen einen Einblick in die Arbeit der Tagesschau-Redaktion erhalten. Die Dortmunder Firma media consulting team (mct) hat zu diesem Zweck eine modular aufgebaute Unterrichtseinheit entworfen, die an den 45 beteiligten Schulen durchgeführt werden soll. In diesem fächerübergreifenden Lehrgang sollen die Schüler das Mediensystem der BRD kennen lernen und verschiedene Medientypen wie Radio, Fernsehen und Internet vergleichen.

In einem zweiten Abschnitt sollen die Schüler in die Arbeitsweise der Tageschau eingeführt werden. Wie entstehen eigentlich Nachrichten? An dieser Stelle beginnt dann auch die praktische Auseinandersetzung mit dem Medienfeld. Die Schüler sind aufgefordert, eigene Beiträge für die Onlineausgabe der Tagesschau zu erstellen. Erlaubt ist, was gefällt: Interviews, Reportagen oder Kommentare. Im April wird eine abschließende Veranstaltung mit dem Schirmherrn der Aktion, Tagesthemen-Moderator Ulrich Wickert, stattfinden.

Die dortmunder mct versteht sich als pädagogische Schnittstelle zwischen Schulen und Medien. Bisher betreute sie über 20 Schulprojekte bei verschiedenen Zeitungen. Anke Pidun, Sprecherin der mct, zeigte sich gegenüber heise online überrascht von der großen Resonanz, die die Aktion "schule@tagesschau" gefunden hat: "Wir hatten weit über 100 Bewerbungen von Hamburger Schulen. Da mussten wir einfach eine Auswahl treffen". Übrig blieben 45 Lehranstalten verschiedener Schulformen. Am Ende des Projektes führt die mct eine Evaluation durch, die Veränderungen im Medienumgang der Teilnehmer beleuchten soll. Hierin liegt auch eine Motivation der Tagesschau: Die abschließende Untersuchung der mct soll Erkenntnisse über die Akzeptanz der Sendung in der jugendlichen Zielgruppe liefern, erklärte Jörg Sadrozinski, Leiter der Internetsparte von ARD-Aktuell, im Gespräch mit heise online. (sha)

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