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Tarifkonflikt bei T-Systems eskaliert – Verhandlungen abgebrochen

Ein Lohnplus von 0,5 Prozent sowie Kündigungsschutz bis ins Jahr 2017 hinein hatte die Arbeitgeberseite im T-Systems-Tarifstreit geboten. Für die Gewerkschaft Verdi eine "Provokation".

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Deutsche Telekom

(Bild: dpa, Oliver Berg)

Der Tarifkonflikt bei der Telekom-Tochter T-Systems nimmt an Schärfe zu. Am späten Dienstagabend sei die vierte Verhandlungsrunde ergebnislos abgebrochen worden, teilte Verdi am Mittwoch mit. Ein Ergebnis zeichne sich nicht ab. Zuvor hatten die Arbeitgeber eine Anhebung der Gehälter um 0,5 Prozent zum 1. Juli 2017 angeboten sowie einen Kündigungsschutz, der bis ins Jahr 2017 hinreicht. Verdi sprach von einer "Provokation". Die Gewerkschaft fordert für die rund 19.000 Beschäftigen fünf Prozent mehr Geld.

Ein Sprecher der Telekom begründete die Offerte mit dem derzeit noch laufenden Umbau der Geschäftskundentochter der Telekom und den Aufwendungen für den Kündigungsschutz. Das Unternehmen müsse erheblich in den sozialverträglichen Personalumbau investieren, um Kündigungen zu vermeiden, erklärte Verhandlungsführer Georg Pepping. Daher sei der Kündigungsverzicht ein wesentliches Element des Angebots. Nach weiteren Angaben von Verdi soll nun die Tarifkommission am 9. Juni über das weitere Vorgehen entscheiden. (axk)

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