Tarifstreit bei T-Systems geht weiter

Die Telekom hält ihr Tarifangebot für T-Systems aufrecht; ver.di hatte an dem Telekom-Angebot die lange Laufzeit von 24 Monaten kritisiert und neue Gespräche sowie ein Spitzentreffen gefordert.

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  • dpa

Die Deutsche Telekom hält ihr Tarifangebot für T- Systems trotz des Auslaufens der Annahmefrist aufrecht. ver.di habe offenbar noch Beratungsbedarf, sagte ein Konzernsprecher. Das Unternehmen bietet eine Anhebung der Löhne um drei Prozent ab April kommenden Jahres sowie eine Einmalzahlung von 300 bis 350 Euro pro Mitarbeiter. Die Frist zur Annahme war am Donnerstagabend ausgelaufen. ver.di war mit der Forderung nach sechs Prozent mehr Gehalt in die Tarifverhandlungen gegangen.

ver.di hatte an dem Telekom-Angebot die lange Laufzeit von 24 Monaten kritisiert und neue Gespräche sowie ein Spitzentreffen gefordert. "Wir sehen keinen Bedarf für weitere Verhandlungen, versperren uns aber nicht einem neuen Treffen", sagte der Telekom-Sprecher dazu. Die Lohnerhöhung soll für die 13.000 Tarifmitarbeiter des T-Systems-Bereichs Business Services (Mittelstand) und die 18.000 in der Sparte Enterprise Services (Großkunden). Die Tarifverträge für die beiden Bereiche werden getrennt voneinander verhandelt.

Bei "Business Services" schlug die Telekom zudem eine Verkürzung der Arbeitszeiten vor, um den geplanten Stellenabbau in dem Bereich zu verringern. Die Telekom will in ihrer Geschäftskundensparte zusätzliche 1600 Arbeitsplätze streichen und setzt dabei auch auf die neue Vorruhestandsregelung für Beamte der Post-Nachfolgegesellschaften. Vor einigen Monaten hatte die Telekom-Tochter bereits den Abbau von 5500 Arbeitsplätzen bekanntgegeben.

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(dpa) / (jk)