Tastaturschnüffler sind legales Mittel gegen PGP

Ein US-Gericht akzeptiert Beweise, die das FBI mit einem Abhörprogramm erlangt hat, das Tastatureingaben mitprotokolliert.

Lesezeit: 1 Min.
In Pocket speichern
vorlesen Druckansicht Kommentare lesen 212 Beiträge
Von
  • Jürgen Schmidt

Ein US-Bundesrichter akzeptiert Beweise, die durch den heimlichen Einsatz eines "Key Logging Systems" erlangt wurden. Im Rahmen der Ermittlungen gegen Nicodemo S. Scarfo stieß das FBI auf eine mit PGP verschlüsselte Datei, die es nicht entziffern konnte. Mit einem Gerichtsbeschluss verschafften sich die Ermittler deshalb Zugang zum Büro des Verdächtigen und installierten ein Programm, das seine Tastatureingaben mitprotokolierte. Mit dessen Hilfe erfuhren sie die Passphrase, die den auf dem Rechner abgelegten geheimen PGP-Schlüssel schützt und gelangten so an die verschlüsselten Daten. Der Richter sah den Einspruch der Verteidigung, diese Vorgehensweise verstieße gegen das Abhörgesetz ("wiretap law") und das Fourth Amendment als unbegründet an, sodass die Anklage die Beweise im weiteren Verfahren präsentieren kann. (ju)