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Tauschbörsen-Drossel bei Strato-Flatrate

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Kunden der DSL-Flatrates von Strato müssen sich bei der Nutzung von Tauschbörsen auf Einschränkungen einstellen. Entgegen der ursprünglichen Ankündigung hat sich Strato nun doch entschlossen, den Datendurchsatz bei der Nutzung typischer Tauschbörsen-Ports zu drosseln. Allerdings weist Strato in den neuen Vertragsbedingungen unmissverständlich auf diesen Umstand hin.

Betroffen sind unter anderem die Ports 4662 und 1214, die in der Standard-Konfiguration beispielsweise von Kazaa oder eDonkey genutzt werden. Die praktischen Erfahrungen der Kunden aus den dreimonatigen Testzugängen sind also bezüglich der Tauschbörsen-Nutzung nicht auf die Flatrates übertragbar, sondern nur auf die Volumentarife.

Strato hatte bei diesem Schritt offenbar die Kostenstruktur im Auge: Für jedes übertragene Gigabyte muss der Provider für die Durchleitung der Daten einen festgelegten Preis bezahlen. Tauschbörsen-Nutzer übertragen teilweise mehr als 100 Gigabyte pro Monat und sprengen damit die Kalkulation.

"Ohne den Durchsatz für Tauschbörsen-Nutzer lastabhängig zu drosseln, können wir keine dauerhaft günstigen Preise anbieten", begründet Strato-Pressesprecher Carsten Zorger die Maßnahme. Durch Drosselungen haben schon mehrere Provider versucht, die teuren Kunden zur Konkurrenz zu treiben. Die Power-Sauger könnten langfristig die Flatrates sogar ganz aussterben lassen: Erst kürzlich entschied sich beispielsweise MSN, die Flatrate-Angebote für den T-DSL-Anschluss einzustellen und durch Volumentarife zu ersetzen. (uma)