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Taxigewerbe empört sich über neue Mitfahrdienste

Mehr als eine Million Mal am Tag rufen die Deutschen ein Taxi. Das traditionelle Gewerbe steht indes vor Veränderungen, auch vor neuer Konkurrenz, wie Uber und sogenannten "Ride-Sharing"-Anbietern.

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Moia

Ein Moia-Shuttle wird in Hannover gerufen.

(Bild: Moia (David Ulrich))

Das traditionelle Taxigewerbe empört sich über neue Mitfahrdienste, die derzeit vor allem in Metropolen an den Start gehen. Die neue Konkurrenz sei "inakzeptabel", sagte der Präsident des Deutschen Taxi- und Mietwagenverbands BZP, Michael Müller, der Welt am Sonntag. Die neuen Ride-Sharing-Anbieter müssten denselben Service bieten wie die Taxibranche, ansonsten würden nicht die gleichen Wettbewerbsbedingungen herrschen. Müller wirft den neuen Anbietern "Rosinenpickerei" vor.

Erst vor wenigen Tagen hatten die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) und Daimler flexible Mitfahrangebote für die Hauptstadt angekündigt. In Berlin sollen zunächst 50 Mercedes-Fahrzeuge, hauptsächlich Vans (Spitzname "Berlkönig"), in den Bezirken Mitte und Friedrichshain-Kreuzberg sowie im Ortsteil Prenzlauer Berg eingesetzt werden. Im Laufe der Zeit sollen es 300 werden.

Und in Hamburg, Berlin, München sowie Leipzig ist das Startup-Unternehmen CleverShuttle, an dem die Bahn beteiligt ist, mit einem ähnlichen Angebot unterwegs. Auch Autohersteller testen derartige flexible Fahrgemeinschaften, beispielsweise die Daimler-Tochter Moovel in Stuttgart gemeinsam mit dem dortigen Nahverkehrsbetrieb. Volkswagen arbeitet mit der Marke Moia an einem solchen Angebot mit elektrischen Minibussen in Hamburg.

"Moia, Clevershuttle und all die anderen Anbieter sind nichts, was wir in Ordnung finden. Die spielen ein bisschen rum, kaum einer verdient Geld. Die kaufen sich Marktanteile. Und zwar dort, wo man das meiste Geld machen kann: In den Innenstädten, zu bestimmten passagierstarken Zeiten", kritisierte Müller. "Und all diese Sharing-Dienste sind nicht 24 Stunden, sieben Tage im Einsatz, überall. So wie wir." (dpa) / (hob)

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