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Teamviewer übertrifft Erwartungen deutlich

Teamviewer hat mehr Abonnenten gewinnen können. Entsprechend gut steht es um die Bilanz des Unternehmens für das vierte Quartal und das Geschäftsjahr 2019.

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(Bild: II.studio/Shutterstock.com)

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Der Göppinger Softwarekonzern Teamviewer verzeichnet nach vorläufigen Zahlen einen deutlichen Zuwachs für das vierte Quartal 2019. Wie das Unternehmen am Montag mitteilte, seien die Rechnung gestellten Leistungen im Jahresvergleich um 35 Prozent auf 101,4 Millionen Euro angestiegen. Teamviewer sieht als wesentliche finanzielle Kenngröße "Billings" an, also die Rechnungen, die im jeweiligen Quartal gestellt und auch bezahlt wurden.

Für das Gesamtjahr sagt Teamviewer ein Wachstum von 41 Prozent auf 324,9 Millionen Euro voraus. Damit liegt das Unternehmen deutlich über den eigenen Prognosen: erwartet wurden zwischen 215 und 320 Millionen Euro. Im Geschäftsjahr 2018 hatten die Billings noch bei 229,8 Millionen Euro gelegen. Hierbei handelt es sich um vorläufige Werte. Die endgültigen (aber ungeprüften) Zahlen für das Gesamtjahr will Teamviewer am 10. Februar veröffentlichen.

Nach Angaben von Teamviewer ist der Anstieg im vierten Quartal dem Geschäft in Nord- und Südamerika zu verdanken. Hier kletterten die Billings im Vergleich zum Vorjahresquartal um 56 Prozent auf 32,9 Millionen. Auch in Asien und den EMEA-Ländern (Europa, Naher Osten Afrika) konnte Teamviewer zulegen. In Asien stiegen die Billings um 40 Prozent auf 9,9 Millionen Euro, in den EMEA-Ländern um 24 Prozent auf 58,6 Millionen Euro. Für das Gesamtjahr sollen die Billings für Nord- und Südamerika um 59 Prozent auf 109,8 Millionen Euro, in den EMEA-Ländern um 34 Prozent auf 174 Millionen Euro und in Asien um 32 Prozent auf 41,2 Millionen Euro steigen.

Teamviewer sieht das Wachstum vor allem in den anhaltenden Zuwachs zahlender Abonnenten begründet. So sei die Zahl von 271.000 Ende 2018 auf nunmehr 467.000 angestiegen. Teamviewers Enterprise-Angebot werde mittlerweile von 698 Abonnenten genutzt. Im Vorjahr waren es noch 419.

Stefan Gaiser, CFO von Teamviewer, gab sich entsprechend zufrieden: "Die erzielten Billings unterstreichen die erfolgreiche Implementierung unserer strategischen Wachstumsinitiativen. Wir setzen unser nachhaltiges und profitables Wachstum fort. Die Aufnahme der TeamViewer-Aktie in den MDax und TecDax bestätigt uns auf diesem Kurs."

Die Teamviewer-Aktie stieg am Montag im Zuge der Bekanntgabe der Finanzzahlen zunächst auf 32,60 Euro an, bewegte sich aber im Laufe des Nachmittags wieder in Richtung auf den Eröffnungskurs von Montag in Höhe von 31,31 Euro.

Teamviewer war im September 2019 mit einem Emissionsvolumen von rund 2,2 Milliarden Euro an die Börse gegangen, der größte deutsche IT-Börsengang seit dem Platzen der Dot-Com-Blase. Der momentane Wert des Unternehmens liegt bei 6,4 Milliarden Euro. Die Mehrheit der Unternehmensanteile in Höhe von 62,5 Prozent befindet sich in der Hand des britischen Finanzinvestors Permira.

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(olb)