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Technical-Preview-Update von Windows 10 bringt Drei-Finger-Gesten

Microsoft hat eine aktualisierte Version von Windows 10 veröffentlicht, die grafisch leicht überarbeitet wurde und sich unter anderem mit 3-Finger-Gesten auf dem Trackpad steuern lässt.

Technical-Preview-Update von Windows 10 bringt Drei-Finger-Gesten

Zum zweiten Mal aktualisiert Microsoft die Technical Preview von Windows 10, nun auf die Build-Nummer 9879. Manche Neuerungen sind nur optisch, etwa geänderte Farben während des Setups, ein neues Energie-Symbol in der Taskleiste oder die wie Fenster aussehenden Hinweis-Dialoge in Kachel-Apps. Es gibt aber auch funktionale Änderungen. Die via Onedrive synchronisierten Dateien und Ordner beispielsweise zeigt Windows nun stets im Explorer, auch wenn man die Onedrive-Kachel aufruft.

Die beiden neuen Symbole in der Taskleiste neben dem Start-Knopf zum Suchen und für den Taskswitcher lassen sich nun über das Kontextmenü der Taskleiste wieder deaktivieren. Im Explorer kann man die Verknüpfungen, die unter "Home" angezeigt werden, endlich frei auswählen, also die vorgegeben entfernen und welche zu beliebigen Ordnern hinzufügen.

Windows 10 kennt nun Drei-Finger-Gesten, aber nur auf Trackpads, auf Touch-Monitoren funktionieren sie also nicht. Nach oben startet den Taskswitcher und nach unten minimiert alle Fenster. Wischt man auf dem Trackpad mit drei Fingern kurz nach rechts oder links, blättert Windows durch die laufenden Anwendungen. Lässt man die Finger dabei auf dem Trackpad, erscheinen die Anwendungen als Übersicht und man kann eine durch weiteres Wischen auswählen. Ein Drei-Finger-Tipp startet die Suche.

[Update: 13.11.14 – 16:20 Uhr] Außerdem hat Microsoft die bereits mit Build 9860 in Grundzügen eingebaute Unterstützung für den verbreiteten MKV-Videocontainer erweitert. Der Windows Explorer zeigt nun automatisch Thumbnails von MKV-Videos an und spielt die Videos im Windows Media Player ab. Außerdem ergänzt das Update den neuen Videostandard High Efficiency Video Coding (HEVC, H.265). Für HEVC-kodierte Testdateien im MP4-Container zeigt der Explorer ein Vorschaubild, ein Klick auf derartige Dateien will diese jedoch mit der Video-App öffnen, die bei uns einen Fehler lieferte. Öffnet man die Dateien hingegen mit dem Windows Media Player, spielt dieser sie sogar in 4K-Auflösung ab. Mit unseren HEVC-kodierten Testdateien im MKV-Container konnte der Windows Media Player hingegen nichts anfangen.[/Update]

Die Preview des Internet Explorer hat nach Angaben von Microsoft über 2000 Verbesserungen erhalten, die die Interoperabilität verbessern sollen. Die wichtigste Neuerung ist, dass Microsoft die sogenannten document modes über Bord wirft, mit der der Entwickler bisher die Kompatibilität ihrer Seiten mit älteren Versionen des Browsers erzwingen konnten. Stattdessen sollen sie ihre Web-Anwendungen an modernen Standards ausrichten.

Entwickler finden viele neue Funktionen vor, etwa CSS Preserve-3D oder etliche neue ECMAScript-6-Features. Content Security Policy 1.0 soll Cross-Site-Scripting-Angriffe schwerer machen. Die aktuelle Preview von IE 11 führt experimentelle Funktionen ein. Sie lassen sich über ein Dashboard ein- und ausschalten, das man über "about:flags" in der Adresszeile aufruft. Ein Smiley in der Menüleiste des Browsers öffnet ein Feedback-Formular, mit dem man direkt Feedback zu einer Site an Microsoft übermitteln kann. Die neueste Version des Internet Explorers lässt sich auch auf anderen Plattformen mit Microsofts Cloud-Dienst RemoteIE testen.

Damit eine vorhandene Preview-Installation das Update auf die neueste Build-Version findet, muss in den in den PC-Einstellungen unter "Update and recovery/Preview builds" die Geschwindigkeit, mit der man neue Updates erhält, auf "fast" statt auf "slow" stehen. Hier lässt sich der Download auch manuell anstoßen. Die Enterprise-Version steht auch als ISO-Abbild zum Download bereit.

Ein Blog-Eintrag des Microsoft-Managers Gabe Auel weist daraufhin, dass es zu Abstürzen kommen kann, wenn man sich anmeldet oder Windows entsperrt. Dann helfe nur ein Hardware-Reset. Weitere bekannte Probleme betreffen unter anderem Lync, Skype und die Musikwiedergabe. (jo) / (axv)

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