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Technical Preview von Windows 10 zum Download bereit

Wie geplant hat Microsoft am Mittwoch um 18 Uhr die Download-Seiten für die Vorabversion der kommenden Betriebssystemgeneration freigeschaltet. Gedacht sind diese Versionen ausdrücklich nur für Profis, die wirklich wissen, was sie tun.

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Microsoft: Windows 8.1 Pro 64Bit, DSP/SB (deutsch) (PC) (FQC-06942)
Microsoft: Windows 8.1 Pro 64Bit, DSP/SB (deutsch) (PC) (FQC-06942) ab € 109,–

Ein Blick auf Windows 10.

(Bild: Microsoft)

Wie angekündigt hat Microsoft am heutigen Mittwoch Vorabversionen des gestern vorgestellten Windows 10 zum freien Download bereit gestellt. Microsoft möchte, dass man sich unter insider.windows.com mit einem Microsoft-Konto an das "Windows 10 Insider Program" anmeldet. Derzeit kann man die Dateien aber auch direkt von der Download-Seite herunterladen.

Die von Microsoft als "Technical Preview" bezeichnete Vorabversion steht als x86- und x64-Variante in den Sprachen Englisch, Portugiesisch sowie Chinesisch zur Verfügung. Die Dateigröße der englischen Versionen beträgt 3,16 GByte (x86) bzw. 4,1 GByte (x64). Die Laufzeit der Preview ist begrenzt bis zum 15. April 2015. Ab 1. April wird sie auf dieses Datum hinweisen. Auch im Technet lässt sich die Preview herunterladen, dort als "Windows 10 Technical Preview for Enterprise".

Die Preview stellt Microsofts nicht nur deshalb zur Verfügung, weil der Konzern Fehler in der Software finden möchte, sondern auch, um herauszufinden, ob die neuen Funktionen so funktionieren und von den Anwendern angenommen werden wie vorgesehen. Um das herauszufinden, sammelt Windows Informationen über das Nutzungsverhalten der Anwender – und zwar reichlich.

Laut dem Privacy-Statement räumt sich Microsoft unter anderem das Recht ein, Browser-, Such- und Dateiverlauf zu übertragen, zudem Telefonanrufe und SMS, PC-Konfiguration und Anwendungsverlauf. Zudem werden Informationen über geöffnete Dateien übertragen, Spracheingaben sowie mitunter eingetippter Text. Microsoft behält sich vor, die Daten auch an Dritte weiterzugeben. Kurzum: Für vertrauliche Daten sowie für vertrauliche Zugriffe ist die Preview nicht geeignet.

Zum Testen der Vorabversion sollte sich laut Microsoft im Prinzip jeder Windows-8.1-taugliche PC eignen. Microsoft empfiehlt als Mindestausstattung eine 1-GHz-CPU, 1 GByte Arbeitsspeicher (x64: 2 GByte) und 16 GByte freien Platz auf der Festplatte (x64: 20 GByte). Es sollte aber unbedingt ein separater Testrechner sein, denn wie bei jeder Beta-Version sind Probleme bis hin zum Datenverlust nicht auszuschließen.

Windows 10 Technical Preview: Ein Blick aufs neue Startmenü (5 Bilder)

Das Startmenü kann seine Größe ändern, allerdings nicht beliebig.

Auf Produktivsystemen hat die Preview also nichts zu suchen, auch nicht als Parallelinstallation: Zumindest der alte Bootloader geht dabei verloren, weil das Setup-Programm der Beta ihn ohne jede Rückfrage überschreibt. Microsoft empfiehlt den Einsatz echter Hardware statt virtueller Maschinen, weil VMs "nicht die optimale Umgebung darstellen". Sofern ein Microsoft-Konto zum Anmelden verwendet wird, sollte man zudem ein separates Test-Konto dafür verwenden.Wer keines verwenden möchte, kappt während der Installation die Netzwerkverbindung, dann richtet das Setup-Programm ein herkömmliches lokales Benutzerkonto ein.

Die Preview richtet sich ausdrücklich an Unternehmenskunden. Was Microsoft für Privatkunden an Neuerungen für Windows 10 plant, wird erst eine weitere Vorabversion verraten. Diese Consumer Preview soll Anfang 2015 erscheinen.

Update: Bilderstrecke hinzugefügt.

Siehe dazu auch:

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