US-Technologiekonzerne fordern Zollausnahmen für ihre Produkte aus China

Die geplanten neuen US-Zölle gegen Produkte aus China treffen auf Widerstand von mehreren Technologiekonzernen, wie Apple und Microsoft.

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US-Präsident Donald Trump trifft bei Techniologiekonzernen auf Widerstand gegen seine Zollpolitik.

(Bild: dpa, Andrew Harnik/AP)

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Neben Apple haben auch andere US-Technikriesen Sorge, dass ihre in China gefertigten Produkte von neuen Zöllen betroffen sein könnten. Dell, HP, Intel und Microsoft haben sich bei der US-Regierung um eine Ausnahme bemüht, berichtete der US-Sender CNN am Donnerstagabend (Ortszeit). Populäre Elektronikprodukte wie das iPhone von Apple oder Microsofts Xbox werden bislang fast ausschließlich in der Volksrepublik produziert.

Das Weiße Haus erwägt demnach einen Zoll von 25 Prozent auf chinesische Güter, die von den bisher im Handelsstreit zwischen beiden Ländern verhängten Strafzöllen ausgenommen waren. Der geplanten Zölle würden CNN zufolge auf verschiedenste Produkten vom T-Shirt über Laptops und Spielkonsolen bis hin zu lebenden Tieren anfallen. Insgesamt geht es dem Bericht zufolge um Güter im Volumen von rund 300 Milliarden Dollar (etwa 266 Milliarden Euro).

In einem gemeinsamen Schreiben an die US-Regierung bitten Dell, HP, Intel und Microsoft um eine Ausnahme für alle Laptops und Tablets. Die Unternehmen argumentieren, durch die Zölle würden die Kosten für die Verbraucher steigen und die Gewinnspannen der Unternehmen beeinträchtigt. Der Durchschnittspreis für ein Laptop würde durch den Zoll um umgerechnet 120 Euro steigern, schätzt der Verband der US-Unterhaltungselektronikbranche (Consumer Technology Association, CTA) auf Grundlage einer Studie. Die CTA warnt darüber hinaus vor immensen Schäden für amerikanische Unternehmen, Mitarbeiter und Verbraucher.


Apple hatte in seinem Schreiben an den US-Handelsbeauftragten um eine Ausnahme für fast 20 Produkte gebeten, darunter iPhones, MacBooks und Apple TV. Das Unternehmen betont seine gewichtige Rolle als Steuerzahler und Arbeitgeber mit mehr als zwei Millionen Jobs in den USA. Der Zoll würde "das Spielfeld zugunsten unserer globalen Konkurrenten kippen", zitierte CNN aus dem Schreiben des Unternehmens. Apple bereitet sich Medienberichten zufolge auch darauf vor, zumindest die Produktion der iPhone-Modelle für den US-Markt in Länder wie Vietnam zu verlegen. (Mit Material der dpa) / (kamu)