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Teilchenbeschleuniger LHC: Erstmals wieder Kollisionen ausgelöst

Am weltgrößten Teilchenbeschleuniger wurden nun zum ersten Mal nach der Wiederinbetriebnahme Teilchenkollisionen ausgelöst. Noch geschah das mit der geringsten Kollisionsenergie und dient erst einmal auch der Kalibrierung.

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Teilchenbeschleuniger LHC: Erstmals wieder Kollisionen ausgelöst

Neue Kollisionsaufzeichnungen im ATLAS

(Bild: CERN)

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An den Experimenten des Large Hadron Colliders (LHC) wurden nun zum ersten Mal nach der erneuten Inbetriebnahme wieder Protonen-Kollisionen durchgeführt. Wie das CERN als Betreiber des weltgrößten Teilchenbeschleunigers mitteilt, wurden Protonen in die Anlagen von ALICE, ATLAS, CMS und LHCb geleitet und dort gezielt zum Zusammenstoß gebracht. Das sei bei einer Gesamtenergie von 900 Gigaelektronenvolt (GeV) geschehen. Mit 450 GeV kommen die Teilchen aus dem letzten vorgeschalteten Beschleuniger, dem Super Proton Synchrotron (SPS). Normalerweise erhalten sie dann auf den Bahnen im LHC ihre Endenergie im Teraelektronenvolt-Bereich, das war aber nicht Teil dieses Probelaufs.

Der nun durchgeführte Test sei ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu den angestrebten Kollisionen bei einer Energie von insgesamt 13 Teraelektronenvolt (TeV). Die deutlich schwächeren Zusammenstöße seien dazu gedacht, die einzelnen Experimente zu kalibrieren. Dafür sollen die verschiedenen Teile in den komplexen Detektoren überprüft und weiter synchronisiert werden. Derweil werde auch überprüft, wie stabil die Teilchenstrahlen durch den LHC-Ring unterwegs sind. Auch wenn sie dort bereits die angestrebten 6,5 Teraelektronenvolt erreicht hätten, sei noch viel zu tun, bis in den Experimenten Hochenergiekollisionen durchgeführt werden können.

Die erste Aufrüstung des LHC (8 Bilder)

Arbeiten am "offenen Herz"
(Bild: © 2013 CERN)

Ein Besuch beim CERN (18 Bilder)

Ein Besuch im CERN: Vor dem CERN erwartet uns das Denkmal "Wandering the Immeasurable", das dem wissenschaftlichen Fortschritt der Menschheit gewidmet ist.
(Bild: c't / Martin Holland)

(mho)