Menü

Tele2 setzt Konzentration auf Kernmärkte fort

Lesezeit: 1 Min.
In Pocket  speichern vorlesen Drucken Kommentare lesen 13 Beiträge
Von

Der schwedische Telekommunikationskonzern Tele2 hat seine dänische Tochter an das norwegische Unternehmen Telenor verkauft. Der Preis wurde am heutigen Mittwoch in Oslo und Stockholm mit 1 Milliarde schwedische Kronen (110 Millionen Euro) beziffert. Die Norweger stärken damit ihre Position in Dänemark als zweitgrößter Mobilfunkanbieter hinter Marktführer TDC und steigern ihren Marktanteil im Mobilfunkbereich von 23 auf 27 Prozent. Im Breitbandsegment baut Telenor den dänischen Marktanteil von 10 auf 14 Prozent aus. Mit Tele2 Dänemark wechseln rund 500.000 Kunden zu Telenor. Das norwegische Unternehmen will seine neue Tochter vorerst unter dem bisherigen Markennamen betreiben.

Tele2 will seine Aktivitäten angesichts schwindender Gewinne auf das Kerngeschäft und profitablere Märkte konzentrieren. Das Unternehmen, bisher vor allem als Reseller von Telefon- und Breitbanddiensten aktiv, setzt in Zukunft mehr auf eigene Infrastruktur. "Unsere dänische Tochter ist bis heute erfolgreich gewesen. Angesichts steigenden Wettbewerbs und der Notwendigkeit eines mehr infrastrukturellen Ansatzes haben wir uns entschieden, den Stab an Telenor weiter zu reichen", erklärte CEO Lars-Johan Jarnheimer. Gleichzeitig gab das Unternehmen bekannt, den Callingcard-Anbieter Alpha Telecom/C3 an das italienische Telekommunikationsunternehmen Eutelia verkaufen zu wollen. Zudem will sich das Unternehmen vom französischen Telefon- und Breitbandgeschäft trennen.

Im ersten Quartal des Jahres 2007 hat Tele2 12,84 Milliarden schwedische Kronen (1,4 Milliarden Euro) umgesetzt, im Vorjahresquartal waren es 12,24 Milliarden Kronen (1,3 Milliarden Euro). Im Quartalsvergleich sank der Nettogewinn von 143 Millionen (15,6 Millionen Euro) auf 82 Millionen Kronen (8,9 Millionen Euro). In Deutschland ist Tele2 als Anbieter von Preselection und DSL-Resale-Anschlüssen aktiv und hat im vergangenen Jahr in den Aufbau eines Netzes gemeinsam mit QSC investiert. (vbr)