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Tele2 verkauft italienisches und spanisches Festnetzgeschäft an Vodafone

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Der schwedische Telekommunikationskonzern [htp://www.tele2.com Tele2] zieht sich aus weiteren Märkten zurück. Wie das Unternehmen am Wochenende bekannt gab, verkauft Tele2 seine Festnetzaktivitäten in Spanien und Italien für umgerechnet knapp 775 Millionen Euro an Vodafone. Der britische Mobilfunkriese übernimmt damit rund zwei Millionen italienische Telefonkunden sowie eine knappe halbe Million Kunden in Spanien. Vodafone kann damit seine Position im Festnetzsegment gegenüber dem Ex-Monopolisten Telecom Italia verbessern.

Tele2 konzentriert seine Geschäftsaktivitäten auf Märkte mit Perspektive und zieht sich aus Geschäftsfeldern zurück, auf denen die Wachstumsaussichten begrenzt sind. Im Zuge dieser Neuausrichtung könne man von der auf europäischen Märkten fortschreitenden Konsolidierung profitieren und "erfolgreiche Geschäfte" wie die Festnetztöchter in Spanien und Italien verkaufen, meinte CEO Lars-Johan Jarnheimer. Zuletzt hatte sich der Konzern aus Belgien zurückgezogen.

Am heutigen Montag teilten die Schweden zudem mit, die verlustreiche österreichische Mobilfunktochter mit rund 131.000 Kunden für 7 Millionen Euro an Telekom Austria zu verkaufen. Das österreichische Festnetzgeschäft soll weiter betrieben werden. In Österreich sieht der Tele2-Chef "wenig Raum" für ein langfristig profitables Geschäft als virtueller Mobilfunknetzbetreiber.

Auch hierzulande halten sich die Gerüchte, das deutsche Tele2-Geschäft stehe ebenfalls zur Debatte, die in Konzernkreisen allerdings vehement zurückgewiesen werden. Der schwedische Konzern ist in Deutschland als Telefon- und DSL-Anbieter aktiv und hatte seine Produktpalette im Sommer um eigene DSL-Direktanschlüsse erweitert. Auch der deutsche Markt konsolidiert sich, selbst große Anbieter wie Freenet sind inzwischen Übernahmekandidaten. Ob Jarnheimer da noch Raum für Tele2 sieht, wird sich zeigen. (vbr)