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Telefónica: Brüssel winkt E-Plus-Übernahme endgültig durch

Nachprüfung bestanden: Die EU-Kommission hat offenbar keine Bedenken mehr gegen die Übernahme von E-Plus durch Telefónica Deutschland. Zuletzt hatte es Beschwerden der Konkurrenz gegeben.

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Die EU-Kommission hat endgültig grünes Licht für die Fusion der deutschen Mobilfunkanbieter O2 und E-Plus gegeben. Telefónica Deutschland habe am Freitag "die finale Freigabe für den Erwerb der E-Plus-Gruppe vom niederländischen Telekommunikationskonzern KPN erhalten", teilte das Unternehmen am Freitagnachmittag in München mit. Damit habe Brüssel auch bestätigt, dass Telefónica mit der Abgabe von Frequenzen und Vertriebskapazitäten an den Mobilfunkprovider Drillisch die Auflagen der Kommission erfülle.

Das letzte Hindernis für die Fusion von E-Plus und O2 ist aus dem Weg.

(Bild: dpa)

Die Kommission hatte der geplanten Fusion bereits grundsätzlich zugestimmt, die Genehmigung aber an Bedingungen geknüpft. So muss Telefónica Deutschland unter anderem Netzkapazitäten abgeben, damit der Wettbewerb auf dem deutschen Markt nicht aus der Balance gerät. Dafür hatte das Unternehmen eine Vereinbarung mit dem Mobilfunkprovider Drillisch geschlossen, der Netzkapazitäten und rund 600 Shops von Telefónica übernimmt.

Wegen dieses Deals mit Drillisch hatte sich laut einem Bericht der Wirtschaftswoche United Internet in Brüssel beschwert: Der deutsche Internetkonzern habe auch ein Angebot unterbreitet, sei aber nicht zum Zuge gekommen – und werfe Telefónica vor, nur zum Schein verhandelt zu haben. Die EU-Kommission habe daraufhin noch einmal geprüft, ob die Verträge mit Drillisch die Auflagen an die Übernahme erfüllen. Die EU Kommission habe das nun bestätigt, teilte Telefónica Deutschland mit.

„Die finale Freigabe durch die Europäische Kommission ermöglicht es uns, die Transaktion bald abzuschließen", freut sich Telefónicas Strategievorstand Markus Haas. Er wird in dem zusammengeführten Unternehmen das operative Geschäft verantworten. CEO des neuen Mobilfunkriesen wird E-Plus-Chef Torsten Dirks, Rachel Empey wird Finanzchefin. Wenn die Übernahme wie erwartet im dritten Quartal über die Bühne geht, wird das Trio den größten deutschen Mobilfunkanbieter leiten. (vbr)