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Telefónica Deutschland will mit mehr Daten den Umsatz weiter stabilisieren

Telefónica Deutschland will seinem leicht sinkenden Umsatz mit mehr Internetnutzung und stabileren Preisen entgegenwirken. Unterm Strich schreibt der Konzern weiter rote Zahlen, hier wirken sich Abschreibungen nach der E-Plus-Übernahme aus.

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Telefonica Deutschland

(Bild: dpa, Rolf Vennenbernd)

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Telefónica Deutschland hat im vergangenen Geschäftsjahr 2017 sein operatives Ergebnis trotz leicht sinkender Umsätze weiter verbessern können. Während der Umsatz um 2,8 Prozent auf 7,3 Milliarden Euro zurückging, verzeichnete der Netzbetreiber beim operativen Ergebnis vor Abschreibungen ein Plus von 2 Prozent auf 1,84 Milliarden Euro. Der Konzern führt laut Mitteilung vom Mittwoch unter anderem Einsparungen nach der Fusion mit E-Plus für die Ergebnissteigerung an.

Unter dem Strich rutschte Telefónica Deutschland aber tiefer in die roten Zahlen. Nach einem Verlust von 176 Millionen Euro steht für 2017 nun ein Fehlbetrag von 381 Millionen Euro in den Büchern. Im Jahr 2016 hatten Einnahmen aus dem Verkauf von Mobilfunkmasten das Ergebnis entlastet, während 2017 durch Steuern und hohe Abschreibungen nach der Übernahme von E-Plus belastet wird. Die Fusion der Unternehmen und Zusammenlegung der Netze hat den Konzern auch im vergangenen Jahr noch beschäftigt. Telefónica Deutschland hatte mit Problemen beim Kundenservice und hoher Netzauslastung in einigen Regionen zu kämpfen.

Telefónica führt die Stabilisierung des operativen Geschäfts auf die steigende Nachfrage nach Datendiensten und wachsende Kundenzahlen zurück. Im abgelaufenen Geschäftsjahr konnte das Unternehmen den Angaben zufolge 737.000 Vertragskunden hinzugewinnen. Zum Jahreswechsel verzeichnete Telefónica Deutschland insgesamt 50,4 Millionen Kundenanschlüsse, davon knapp 21,9 Millionen Prepaid und 4,45 Millionen im Festnetzgeschäft.

Die starke wachsende Nachfrage nach mobilen Daten habe darüber hinaus den Absatz von höherwertigen Tarifen steigen lassen, was sich auf den Umsatz auswirkt. Das soll den Erwartungen zufolge auch im neuen Geschäftsjahr so bleiben, das Unternehmen rechnet mit stabilem Umsatz und operativem Ergebnis. "Im vergangenen Jahr haben wir unsere Profitabilität erneut erhöht, die Trendwende im Umsatz geschafft und die Integration weitgehend abgeschlossen. Auf diesen Grundlagen wollen wir 2018 aufbauen", sagte Vorstandschef Markus Haas.

Durch das Netz von Telefónica Deutschland gingen im vergangenen Jahr rund 150.000 Terabyte an Daten – eine Steigerung von 55 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der durchschnittliche O2-Kunde verbraucht 2,8 GByte im Monat. Kunden in den jüngeren Tarifen mit hohem Inklusivvolumen nutzen den Angaben zufolge durchschnittlich rund 7 GByte im Monat. (vbr)

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