Menü

Telefónica: Mit LTE im Berliner Untergrund

Operation am offenen Herzen: Telefónica Deutschland hat das E-Plus-Netz in der Berliner U-Bahn umgerüstet. Damit können nun auch O2-Kunden im Untergrund mit UMTS und LTE ins Internet.

Lesezeit: 1 Min.
In Pocket speichern
vorlesen Druckansicht Kommentare lesen 67 Beiträge

(Bild: Michael Mayer / Flickr / CC-BY )

Von

In der Berliner U-Bahn können nun alle Mobilfunkkunden von Telefónica Deutschland auch mit LTE ins Internet. Dafür hat das Unternehmen die in den Tunneln vorhandene E-Plus-Technik umgerüstet. Dank des nationalen Roamings zwischen O2 und E-Plus können Kunden beider Marken das Netz in den Tunneln und auf Bahnhöfen nutzen. Dabei sind nach Unternehmensangaben Bandbreiten von 40 bis 50 MBit/s möglich.

E-Plus hatte die Berliner U-Bahn seit 2014 schrittweise ausgebaut. Dabei kommt eine Mischtechnik aus Funk und Glasfaser zum Einsatz, um das Mobilfunksignal in die Tunnel zu bringen. Die Basisstationen, die oberirdisch direkt mit den Antennen verbunden sind, stehen hier in über das U-Bahn-Netz verteilten Betriebsräumen. Das Signal wird gewandelt, über Glasfaser zu den im Tunnel angebrachten Antennen weitergeleitet und dort von einem Repeater zurückgewandelt.

Insgesamt stehen 21 LTE/UMTS-Basisstationen im Untergrund der Hauptstadt und noch einmal so viele für GSM. Dazu kommen 630 Antennen und 560 Repeater – verbunden wird das alles mit 800 Kilometern Glasfaser. Das Gleisnetz der U-Bahn erstreckt sich derzeit über 146 Kilometer auf zehn Linien mit 173 Bahnhöfen, davon 120 Kilometer und 139 Stationen unterirdisch. E-Plus hatte mit der Mobilfunk-Ausrüstung der Tunnel im Sommer 2014 begonnen.

Mobilfunk im Berliner Untergrund (26 Bilder)

Abstieg

Mit Abstieg kennen sich die Berliner ja aus. Wir nehmen den Eingang zum U-Bahnhof Leinestraße.
(Bild: heise online/vbr)

Inzwischen hat Telefónica Deutschland (O2) den Netzbetreiber E-Plus übernommen und führt die Netze sukzessive zusammen. In der Berliner U-Bahn wurden die LTE-Basistationen einheitlich auf 1800 MHz umgerüstet. Dafür musste in einigen Basisstationen ein neues Frequenzmodul eingebaut werden. Die Arbeiten wurden seit Januar geplant und dann in zwei Wochen im Juni im laufenden Betrieb ausgeführt. "Das war eine Operation am offenen Herzen", sagt ein Unternehmenssprecher. (vbr)