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Telefonica kombiniert Mobilfunknetz und Virenchecker

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Der Mobilfunkkonzern Telefonica bietet Inhabern von O2-Handyverträgen ab dem 12. März einen DIenst an, ihr Mobilgerät gegen Aufpreis vor Malware wie Viren und Phishing-Angriffen zu schützen. Der Provider betreibt dazu auf seinen Servern den Geräte-unabhängigen Malwarescanner Mobile Security von Karpersky Labs.

Die für Einzelkunden gegen monatlich 3,35 Euro (Unternehmen: 3 Euro je Monat und Nutzer – jeweils zuzüglich MWSt.) erhältlichen Funktionen umfassen außer den gehosteten Viren- und Phishing-Scannern eine Kindersicherung, mit der man Anrufe an bestimmte Nummern blockieren kann, ein Filter, um Anrufe und SMS-Nachrichten nach Vorgaben einer Black- oder Whitelist durchzulassen oder zu unterbinden, sowie die Möglichkeit, ein verlorenes Smartphone per SMS zu blockieren. In diesem Fall zeigt das Gerät eine zuvor festgelegte Nachricht an, um einem ehrliche Finder die Rückgabe zu ermöglichen. Auch ohne Mitwirkung des FInders lässt sich ein verlorenes Gerät außerdem per GPS lokalisieren.

Einerseits hat der Telefonica-Ansatz den Vorteil, dass der Virenscan weder Speicherplatz noch Akkuladung auf dem Handy kostet, beliebige Mobilgeräte unterstützt und den Nutzer von jedwedem Update-Zwang befreit. Andererseits bleibt der Schutz freilich wirkungslos, wenn das Mobilgerät Daten und insbesondere Apps nicht per Mobilfunk, sondern zum Beispiel über WLAN empfängt. Selbst bei der Nutzung per Mobilfunk lässt sich der Malware-Schutz ausbooten, indem man etwa einen Browser wie Opera Mini verwendet, der seine Daten über einen eigenen Proxy und womöglich vorbei an den Secure-Mobility-Proxies von Telefonica bezieht. (hps)