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Telefónica ringt mit schwachem Heimatmarkt und starkem Euro

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Die Krise im Heimatmarkt belastet die spanische Telefongesellschaft Telefónica weiter. Zudem lässt der starke Euro die deutlichen Zuwächse in Lateinamerika in der Bilanz dahinschmelzen. Konzernchef César Alierta sieht sich dennoch wieder in der Lage, strategische Zukäufe wie angekündigte milliardenschwere Übernahme des deutschen Mobilfunkanbieters E-Plus anzugehen.

Telefónica Deutschland will die KPN-Tochter für insgesamt rund acht Milliarden Euro übernehmen – fünf Milliarden Euro davon sollen in bar fließen. Sollte der Zusammenschluss der Telefónica-Marke O2 mit E-Plus von den Aufsichtsbehörden genehmigt werden, wären die Spanier in Deutschland Marktführer im Mobilfunkmarkt – vor der Telekom und Vodafone.

Der Mutterkonzern Telefónica konnte im zweiten Quartal den Rückgang beim Umsatz und operativen Gewinn im Vergleich zum Jahresauftakt eindämmen. Der Erlös sei zwischen April und Ende Juni um 6,8 Prozent auf 14,4 Milliarden Euro gesunken, teilte das Unternehmen am Donnerstag in Madrid mit.

Der operative Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (OIBDA) fiel um neun Prozent auf 4,8 Milliarden Euro. Damit schnitt Telefónica etwas besser ab, als die von der Finanznachrichtenagentur Bloomberg befragten Experten erwartet hatten. Vorangekommen sind die Spanier zudem beim Schuldenabbau. Diese wurden in den vergangenen zwölf Monaten um rund 10 Milliarden Euro unter die Marke von 50 Milliarden Euro gedrückt. Damit ist Telefónica immer noch der am höchsten verschuldete Telekomkonzern Europas. (axk)