MWC

Telefónica und Qualcomm unterstützen Boot to Gecko

Telefónica will noch in diesem Jahr mobile Geräte herausbringen, die auf den Mozilla-Techniken aufsetzen.

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Von
  • Jo Bager

Mit dem spanischen Mobilfunkkonzern Telefónica, zu dem auch die deutsche Tochter O2 gehört, dem Chip-Hersteller Qualcomm und Adobe hat die Mozilla-Stiftung im Rahmen des Mobile World Congress weitere Partner vorgestellt, die das offene System Boot to Gecko unterstützen. Bereits im Vorfeld des MWC war bekannt geworden, dass die deutsche Telekom ebenfalls als Partner mit im Boot ist.

Telefónica will noch in diesem Jahr Geräte herausbringen, die auf den Mozilla-Techniken aufsetzen. Sie sollen komplett auf Web-Technologie und neuen, ebenfalls von Mozilla entwickelten Web-APIs aufbauen. Die Demos, die Mozilla an seinen Ständen (7A38 und 7B96 im App Planet) zeigt, setzen auf aktueller Hardware auf, einem Samsung Galaxy S2. Hinter verschlossenen Türen präsentiert Mozilla Journalisten Boot to Gecko aber auch auf einem wesentlich schwachbrüstigeren Prototypen vom Partner Qualcomm, auf dem es ebenso flüssig läuft. Wer sich Boot to Web nicht auf der Messe ansehen kann, findet außer unserem Video eine weitere Präsentation bei YouTube.

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Neben dem Betriebssystem und dem App Store arbeitet Mozilla auch an der Standardisierung von Web-Schnittstellen, so Andreas Gal, Director of Research, im Gespräch mit heise online. Dazu zählen zum Beispiel APIs für die Entwicklung und Standardisierung von Web-APIs, beispielsweise für Telefoniefunktionen, SMS, den Zugriff auf Kameras, USB, Bluetooth und NFC. Gal beobachtet, dass die Mozilla-APIs auf reges Interesse in der Branche stoßen. Er kann sich gut vorstellen, dass es schon bald auch ein "Boot to Safari" geben könnte, das den Safari-Browser umfasst.

Mozilla will mit Boot to Gecko das Web weiterentwickeln, erläutert Gal – ein Stück weit weg von geschlossenen Ökosystemen von Apple und Google. Das sei wohl auch einer der Gründe, warum die Mobilfunkbetreiber sehr reges Interessa an dem System zeigten. Ihnen würden neue, offene App-Märkte wieder eine bessere Kundenbindung und neue Geschäftsmodelle ermöglichen. (jo)