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Telekom: 2017 Rekordjahr beim Glasfaserausbau

Im ablaufenden Jahr hat die Telekom rund ein Drittel mehr Glasfaserleitungen verlegt als jeweils in den Vorjahren. 2018 sollen es noch mehr werden.

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Glasfaser

Die Telekom verzeichnet eine starke Nachfrage nach Glasfaser-Produkten. Ende Juni lag die Zahl der Glasfaseranschlüsse bei 8,2 Millionen.

(Bild: dpa, Jens Büttner/dpa)

Zum Jahresende zieht die Deutsche Telekom eine positive Bilanz des Breitbandausbaus: Hatte das Unternehmen nach eigenen Angaben 2015 und 2016 je rund 30.000 Kilometer Glasfaser installiert, konnte man im gerade ablaufenden Jahr deutlich zulegen und über 40.000 Kilometer verlegen. Dabei habe man, so Vorstandschef Höttges, für die Ausbauarbeiten 2017 rund 25.000 Multifunktionsgehäuse aufgestellt und mit Glasfaser angeschlossen – auch zunehmend abseits der Ballungsgebiete. Daneben habe man 2,5 Millionen Haushalte zusätzlich mit VDSL-Anschlüssen versehen, sodass insgesamt 30 Millionen Haushalte diese Technik nutzen können.

Für 2018 hat man die Latte noch höher gelegt und möchte 60.000 Kilometer neu verlegen. Diese Zahl sei aber mit klassischem Tiefbau nicht oder nur mit erheblichem Aufwand zu erreichen. Abhilfe sollen alternative Methoden wie Trenching oder Pflügen schaffen. Beim FTTH-Ausbau setzt die Telekom 2018 vor allem auf Neubaugebiete und nutzt hier zunehmend Partnerschaften mit den Kommunen. Die FTTH-Erschließung von Gewerbegebieten dürfte aber wie bisher vor allem bei konkretem Kundeninteresse erfolgen, hakt aber öfter auch an anderen Stellen.

Abseits der leitungsgebundenen Netze sollen die LTE-Abdeckung weiter verbessert werden. Ziel ist es, diese im kommenden Jahr von derzeit 93 % auf 95 % auszubauen. Noch etwas dauern hingegen wird der Umstieg auf 5G, Hier rechnet die Telekom frühestens ab 2020 mit der Marktreife. Immerhin laufen seit Oktober in Berlin die ersten vier Funkzellen im Pilotbetrieb. Sie erreichen mit einer Vorversion des Standards 5G NR (New Radio) Übertragungsraten von bis zu zwei Gigabit pro Sekunde. (avr)

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