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Telekom Austria zurück in den schwarzen Zahlen

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Die Telekom Austria Group (TA) hat im ersten Halbjahr des Jahres einen Nettogewinn von 80,9 Millionen Euro erwirtschaftet (PDF-Datei). Im ersten Halbjahr des Vorjahres hatte noch ein Verlust von 59,2 Millionen Euro zu Buche gestanden. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) ist um rund 28 Prozent auf 715 Millionen Euro gestiegen. Obwohl die Kundenzahl gesteigert werden konnte, ist der Konzernumsatz im Jahresabstand um knapp fünf Prozent auf 2,12 Milliarden Euro gefallen. Die TA musste daher ihre Erwartungen für das Jahresergebnis nach unten korrigieren.

In Österreich, Weißrussland und Bulgarien hat die Telekom Austria in den letzten zwölf Monaten Arbeitsplätze abgebaut, in anderen Märkten wurden zusätzliche Kräfte eingestellt. In Summe ist der Personalstand um 1,4 Prozent auf rund 16.800 Vollzeitkräfte gefallen. Im Zuge des laufenden Mitarbeiterabbaus angebotene Sozialpläne hatten das Ergebnis des ersten Halbjahres 2011 mit etwa 219 Millionen Euro belastet, dieses Mal mussten für diesen Posten nur noch gut 11 Millionen Euro aufgewendet werden.

Parallel ist die Zahl der Kunden gestiegen. Der Konzern stellte per Ende Juni 20,12 Millionen Mobilfunkanschlüsse (plus 3,9 Prozent im Jahresabstand) und 2,58 Millionen Festnetzanschlüsse (plus 6,4 Prozent). In Kroatien ging allerdings die Zahl der Mobilfunkkunden zurück und in Österreich musste sich die TA von fast 50.000 Festnetzkunden verabschieden. Seit Ende 2008 hatte es die Österreich-Tochter A1 geschafft, die zuvor rasante Abwanderung vom Festnetz zum Mobilfunk zu stoppen. Dank starker Breitband-Nachfrage gelangen sogar leichte Zuwächse bei den Festnetzanschlüssen. Jetzt geht es aber wieder bergab. In Weißrussland läuft das Geschäft an sich gut, die starke Inflation des weißrussischen Rubels führt aber nach Umrechnung in Euro zu rückläufigen Ergebnissen.

Im Gesamtjahr 2012 möchten die TA-Manager 4,2 Milliarden Euro umsetzen; bisher waren sie von 4,4 Milliarden ausgegangen. Der Zielwert für das bereinigte EBITDA (ohne Aufwendungen für den Mitarbeiterabbau und ähnliche Belastungen) wurde um 50 bis 100 Millionen Euro nach unten revidiert. Die Dividende soll aber auf dem bereits halbierten Wert von 38 Cent je Aktie gehalten werden. (mho)