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Telekom: Es bleibt bei Flatrate im ersten Halbjahr

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Die Deutsche Telekom hält daran fest, dass die angekündigte Flatrate noch im ersten Halbjahr eingeführt wird. Der Konzern widerspricht damit der Unterstellung der Initiative "Internet ohne Taktung", Ron Sommers Ankündigung einer Full Flatrate für T-Online sei nicht ernst gemeint. In einem offenen Brief an den Bundeskanzler spricht die Initiative von "gewichtige Anzeichen" dafür und zitiert in diesem Zusammenhang den Telekom-Sprecher Ulrich Lissek dahingehend, dass es in Deutschland aufgrund vermeintlicher Kapazitätsengpässe keine Flatrate geben könne.

Lissek stellte auf Nachfrage von c't richtig, dass sich seine Aussage auf die Flatrate als einziges Tarifmodell bezogen habe. Dies würde die Netzkapazitäten tatsächlich überlasten, da Normalnutzer mehr als bisher zahlen müßten und dadurch auch viel länger online gingen. Die Full Flatrate sei vielmehr als Ergänzung der bestehenden Gebührenstruktur geplant – ein spezielles Angebot für "Heavy-User". Lissek ließ keinen Zweifen daran, dass die Full-Flatrate für unter 100 Mark monatlich noch im ersten Halbjahr kommt: "Wenn wir etwas sagen, dann tun wir es auch."

Eine Genehmigung der Full Flatrate durch die Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post (RegTP) sei im übrigen nicht notwendig, meinte Lissek. Die Verbraucherberatung der Behörde hatte heute auf telefonische Anfragen geantwortet, die Telekom habe einen Antrag zur Flatrate eingereicht. Nach Angaben von Lissek handelt es sich dabei aber vielmehr um einen Antrag bezüglich des Tarifs T-ISDN XXL, den die RegTP genehmigen muß. Dieser Tarif sieht vor, dass ISDN-Teilnehmer für eine monatliche Gebühr von 5 Mark am Sonntag kostenlos telefonieren und surfen können. (ad)