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Telekom-Fusion geplatzt - Olivetti war schneller

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Die vor einem Monat angekündigte Fusion von Deutscher Telekom und Telecom Italia (TI) zum zweitgrößten Telekommunikationskonzern der Welt ist vorerst gescheitert. Der italienische Elektronikkonzern Olivetti hatte sich bis Freitag abend im Wege einer feindlichen Übernahme 51,02 Prozent der Stimmrechte an TI gesichert.

Der Chef der Deutschen Telekom, Ron Sommer, ließ in einem Interview der "Welt am Sonntag" durchblicken, das er nach wie vor an einen Zusammenschluß mit dem italienischen Partner glaubt. In Italien ist der Ausgang des Übernahmepokers überwiegend mit Befriedigung aufgenommen worden. Auch die Regierung in Rom hatte das Zusammengehen der weitgehend privatisierten TI mit dem noch überwiegend im Bundesbesitz befindlichen deutschen Konzern skeptisch beurteilt.

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Die Schutzgemeinschaft der Kleinaktionäre wertete den Ausgang des Kampfes um den italienischen Konzern als Blamage für die Deutsche Telekom. Die stellvertretende Vorsitzende Anneliese Hieke sagte am Samstag im Saarländischen Rundfunk, das Unternehmen habe einen Image-, Glaubwürdigkeits- und Vertrauensverlust hinnehmen müssen. Die Telekom hätte besser ihre Position auf dem US-Markt ausbauen sollen, als auf eine Fusion mit TI zu spekulieren. (cp)

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