Telekom: IT muss für intelligente Stromnetze drastisch ausgebaut werden

Die Deutsche Telekom meint, dass sich die Diskussion um den Stromumstieg auf erneuerbare Energien nicht allein mit Stromtrassen, Windparks und Photovoltaikanlagen befassen sollte.

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Die Deutsche Telekom meint, dass sich die Diskussion um den Stromumstieg auf erneuerbare Energien nicht allein mit Stromtrassen, Windparks und Photovoltaikanlagen befassen sollte. Auch bewältigt werde müsse die damit einhergehende Verhundertfachung der Abrechnungsdaten im Energiesektor.

Mit intelligenten Stromzählern, wie sie von der Telekom in ihrer T-City Friedrichshafen getestet werden, können alle 15 Minuten Verbrauchswerte übertragen werden. So entstünden nach Rechnung der Telekom pro Haushalt 35.000 Datensätze, die sich bei 40 Millionen Haushalte in Deutschland auf 1,4 Billionen jährlich summieren. Nach Angaben von Reinhard Clemens, CEO von T-Systems, stehen 800 Energieversorger in Deutschland vor der Aufgabe, jeden Abrechnungscomputer um 99 weitere Systeme zu ergänzen – oder an Dienstleister wie T-Systems auszulagern. Für diesen Bedarf planen Telekom und T-Systems den Bau von Deutschlands größtem Rechenzentrum in Magdeburg.

Die geplante viertelstündliche zentrale Erfassung der Verbrauchswerte wird von Datenschützern seit einiger Zeit kritisiert. Datenschutz in intelligenten Stromnetzen besteht ihrer Ansicht nach auch in der Beachtung der Datensparsamkeit. Dementsprechend arbeitet das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) an Schutzprofilen für intelligente Stromzähler, damit vertrauliche Verbrauchsinformationen (PDF-Datei) erst gar nicht im Rechenzentrum aufschlagen. Smart Metering ist eines der Themen auf dem IT-Sicherheitskongress des BSI, auf dem Reinhard Clemens einer der Keynote-Redner sein wird. (anw)