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Telekom: Internet der Dinge soll Bienen retten

Die Bienenvölker sterben. Um dagegen vorzugehen, nutzt die Deutsche Telekom Sensoren in Bienenstöcken, die dem Imker verraten sollen, ob seine Bienen gesund sind.

Telekom-Chef Timotheus Höttges zeigt Bundeskanzlerin Angela Merkel, wie er Bienen helfen möchte

Telekom-Chef Timotheus Höttges zeigt Bundeskanzlerin Angela Merkel, wie er Bienen helfen möchte.

(Bild: Deutsche Telekom)

Die Deutsche Telekom hat sich dem Kampf gegen das Bienensterben verschrieben. Auf der CeBIT hat ihr Chef Thimoteus Höttges Bundeskanzlerin Angela Merkel in Halle 4, Stand C38 eine Technik vorgestellt, die Bienen schützen helfen soll. Dabei überträgt die schmalbandige Funktechnik NB-IoT (Narrowband Internet of things) direkt aus dem Bienenstock an den Imker von Sensoren gesammelte Daten: Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Luftdruck, Gewicht des Bienenstocks – der Aufschluss gibt über den Füllstand der Waben – und Aktivität der Bienen. Mit einer Smartphone- oder Tablet-App soll der Imker erfahren, ob seine Bienen gesund sind.

Die Digitalisierung könne einen wichtigen Beitrag zur Arterhaltung leisten, meint die Telekom. Sie beschreibt den Bienenstock als "die kleinste Industrieanlage der Welt mit 40.000 Mitarbeitern auf einem halben Quadratmeter".

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Seit Jahren beobachten Forscher den weltweiten Rückgang der Bienenpopulation. Allein in Deutschland ist nach Angaben des Deutschen Imkerbundes die Zahl der Bienenvölker seit 1952 von 2,5 Millionen auf nunmehr weniger als eine Million zurückgegangen. Zudem setzen Winter Bienenvölkern hart zu; das Fachzentrum Bienen und Imkerei in Mayen prognostiziert, dass Imker Verluste von bis zu 50 Prozent verzeichneten. Die Sterberate beträgt normalerweise zehn Prozent.

Mit herkömmlichem Mobilfunk könne das Internet der Dinge nicht betrieben werden, erläutert die Telekom. Der Energieverbrauch wäre viel zu hoch und die Netze würden unter der Last von zigtausend Geräten und Sensoren in einer Funkzelle rasch zusammenbrechen. NB-IoT arbeitet mit 3GPP, Funkwellen, die eine besonders großflächige Abdeckung ermöglichen und dicke Betonmauern durchdringen können. Da diese Sensoren meist nur einmal stündlich oder täglich kleine Datenpakete übertragen, können sie über Jahre ohne Batteriewechsel betrieben werden.

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(anw)
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