Telekom: Kein IPv6 für Verträge mit Analog- und ISDN-Telefonie

Privatkunden-Anschlüsse mit analoger und ISDN-Telefonie betrachtet die Telekom als wenig zukunftssicher, der Dual-Stack-Betrieb mit IPv4 und IPv6 für Privatkunden bleibt IP-basierten Zugängen vorbehalten.

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Von
  • Reiko Kaps

Die Telekom hat auf Nachfrage ihre Pläne zum Ausbau von IPv6 konkretisiert: Demnach sollen private Bestandskunden mit Anschlüssen für analoge oder ISDN-Telefonie auch in Zukunft nicht mit IPv6 versorgt werden. Der gleichzeitige Betrieb von IPv4 und IPv6 (Dual-Stack) für Privatkunden ist den neuen, IP-basierten DSL-Anschlüssen (Call&Surf IP oder Entertain Comfort IP) vorbehalten, erklärte ein Telekom-Sprecher gegenüber heise Netze. Diese Zugangstechnik sei zukunftssicher und stelle alle Dienste in bester Qualität bereit. Daher wolle die Telekom möglichst viele Privatkunden von dieser Anschlussvariante überzeugen. Zudem sei es wirtschaftlich unvertretbar, auch in Zukunft in die "Alt-Technik" der analogen und ISDN-Anschlüsse zu investieren.

Der von der Telekom als Datenschutzlösung vermarktete Wechsel des /56-IPv6-Präfix zu einem neuen, per Zufall generierten, funktioniert zur Zeit nur über einen Neustart oder eine Neueinwahl des Routers am Dual-Stack-tauglichen DSL-Zugang. Mit dem derzeit noch nicht erhältlichen Speedport-Router W 724V soll es in Zukunft aber ein Möglichkeit geben, diesen Präfix-Wechsel über den Router individuell einstellen zu können, erklärt die Telekom weiter. Wann das Unternehmen diesen Router ausliefern kann, stehe hingegen noch nicht fest. (rek)